Spenden Sie jetzt

Meldungen |April 2017

19. April 2017

14657482_1823735921203133_1493584372674695023_n.jpg

Monsanto Tribunal: Rechtsgutachten veröffentlicht

Die fünf am Internationalen Monsanto-Tribunal beteiligten Jurist_innen veröffentlichten gestern ihr Rechtsgutachten. Darin legen sie dar, dass der Saatgut- und Agrarchemie-Konzern Monsanto - der von der Bayer AG übernommen werden soll - in zahlreichen Fällen die Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und eine sichere und gesunde Umwelt verletzt hat. Darüber hinaus kritisieren sie die zunehmende Asymmetrie zwischen den Rechten transnationaler Unternehmen auf der einen und ihren Pflichten auf der anderen Seite.

Weitere Informationen:
www.monsantotribunal.org, Zusammenfassung des Rechtsgutachtens

18. April 2017

Trends-and-challenges.jpg

Gentechnik gegen den Hunger? Für die FAO kein Thema

Immer wieder behaupten die großen Saatgutkonzerne, dass ihre gentechnisch veränderten Pflanzen notwendig seien, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Die Welternährungsorganisation FAO sieht das anders. In ihrem neuen Bericht zur Zukunft der Ernährung hat sie der Agro-Gentechnik nur einen einzigen Absatz gewidmet. Notwendig seien statt dessen innovative Ansätze wie die Agrarökologie oder Agro-Forst-Systeme, welche die natürlichen Ressourcen schützen und dennoch produktiv sind.

Weitere Informationen:
www.fao.org, www.keine-gentechnik.de

5. April 2017

0023ae82ca0f168d8ce81e.jpgBild: chinatoday

Syngenta-Deal abgesegnet

Heute hat die Wettbewerbsbehörde der EU die Übernahme des Schweizer Agrogiganten Syngenta durch den chinesischen Staatskonzern, ChemChina, bewilligt. Voraussetzung ist, dass der Konzern Teile seines europäischen Geschäftes mit Pflanzengiften und Wachstumsreglern veräussert, da man sonst Wettbewerbsverzerrungen befürchtet. Auch in den USA gab es ähnliche Vorbehalte. Mit Auflagen hat dann auch die US-Behörde zugestimmt.

Weitere Informationen:

> Pressemitteilung EU

> Friends of the Earth


 

Meldungen |März 2017

31. März 2017

images.jpg 

Gentechnik aus dem Baukasten

Amerikanische Firmen verkaufen Biologie-Baukästen, mit denen Bakterien gentechnisch verändert werden können. Nach schweizerischem und deutschem Gentechnikgesetz ist die Benutzung solcher Kits ausserhalb einer Forschungseinrichtung verboten. Und wie sich nun herausstellt, enthielt eines der Kits sogar Krankheitserreger. Mehr Informationen unter nzz.ch.

29. März 2017

csm_Fotolia_66435874_Subscription_Monthly_XXL_Genmais_Genmanipulation_c0b5866d0a.jpg
 

Genmais erneut vor EU-Zulassung?

Am 27. März haben die EU-Mitgliedstaaten über die Zulassung mehrerer Genmais-Sorten für den Anbau und Import abgestimmt. Es kam weder eine qualifizierte Mehrheit für oder gegen eine Zulassung zustande. Nun liegt die Entscheidung, ob die Genmais-Sorten zugelassen werden, bei der EU-Kommission. Und damit wird aller Voraussicht nach der Weg für den Genmais frei. Besonders bedenklich ist dies angesichts des Auftretens der Urform von Mais (Teosinte) in Spanien und Frankreich. Die Teosinte Pflanzen können mit transgenem Mais gemeinsame Nachkommen bilden, wodurch die Entstehung neuer Superunkräuter droht, die mehrere Bt-Insektengifte produzieren und resistent gegenüber Herbiziden sind. Weitere Infos: www.umweltinstitut.org, Testbiotech_ Anbau von Gentechnik Mais Risiken nicht unter Kontrolle

Bild:www.fotolia.com

24. März 2017

Glyphosat_Gekaufte Wissenschaft.jpg

Gekaufte Wissenschaft

Seit 2011 gilt die EU-Pestizidverordnung 1107/2009, die eigentlich eine Wiederzulassung des gefährlichen Pestizids Glyphosat verhindern sollte. Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller kämpfen aber mit allen Mitteln darum, ihr Herbizid vor dem drohenden Verbot zu retten. Global2000 hat sich die Tricks genauer angesehen. Den vollständigen Bericht zum Download finden Sie hier. Weitere Infos: www.global2000.at

14. März 2017

images.jpeg

USA: Ablehnung gegen Gentech-Zucker

Die Zuckerrüben-Anbauer in den USA geraten zunehmend unter Druck. Immer mehr große Lebensmittelunternehmen wollen für ihre Produkte keinen Zucker mehr aus gentechnisch veränderten Zuckerrüben. Sie reagieren damit auf die steigende Nachfrage nach «nicht-GVO»-Produkten. Da nahezu alle der in den USA angebauten Zuckerrüben gentechnisch verändert sind, steigt die Nachfrage nach Zuckerrohr. (www.transgen.de)

13. März 2017

Unknown.jpeg

Künstliches Genom der Backhefe

Forscher kommen dem Ziel immer näher, das gesamte Erbgut eines komplexen Organismus nachzubauen: Inzwischen haben sie ein Drittel des Genoms der Backhefe künstlich im Labor erzeugt. Bereits vor drei Jahren wurde das erste Chromosom eines Hefepilzes synthetisiert, nun sind weitere fünf hinzugekommen. (www.spiegel.de)

01. März 2017

staenderatssaal-DSC9779.jpg

Ständerat für Moratoriumsverlängerung

Heute hat auch der Ständerat - wie zuvor schon mehrheitlich der Nationalrat - für eine weitere Verlängerung des geltenden Anbaumoratoriums für gentechnisch veränderte Pflanzen gestimmt. Das Moratorium soll weitere vier Jahre gelten. Eine Minderheit, die eine achtjährige Verlängerung forderte, konnte sich nicht durchsetzen. Eine Mehrheit allerdings bekam auch die Ablehnung der Forderung nach einer gesetzlich verankerten Koexistenz: Also dem Anbau von gv-Pflanzen neben konventionellem oder ökologischem Anbau.

biorespect begrüsst zwar, dass die Schweizer Landwirtschaft weiter gentechfrei bleibt. Wir fordern aber endlich eine Verankerung eines gesetzlich geregelten Verbotes des Anbaus von gv-Pflanzen in der Schweiz. So wird es weiterhin Diskussionen um eine Aufweichung des Verbotes in der Schweiz geben. Dabei ist die Bevölkerung und die Landwirtschaft gegen Gentechnik in Pflanzen und Lebensmitteln. 

Weitere Infos:

>Medienmitteilung Ständerat

>Medienmitteilung biorespect

 

Meldungen |Februar 2017

27. Februar 2017

Kovi_Einreichung_martinbichsel.ch_041.jpg

Auftrieb für Konzernverantwortungsinitiative: Frankreich führt Sorgfaltsprüfungspflicht ein

Frankreich hat letzte Woche eine Sorgfaltsprüfungspflicht für multinationale Konzerne verabschiedet und setzt damit den Kern der Uno-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte um. Die Verabschiedung dieses «devoir de vigilance», also der Sorgfaltsprüfungspflicht, ist vorbildlich.

Die Konzernverantwortungsinitiative fordert die Einführung eines analogen Mechanismus: Schweizer Konzerne sollen den Schutz der Menschenrechte und Umwelt verbindlich in ihre Geschäftsabläufe einbauen.

Weitere Infos: Medienmitteilung Konzernverantwortungsinitiative

27. Februar 2017

no patents on seeds.jpg

EU einig gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

Die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten haben heute beschlossen, gemeinsam gegen Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Zucht vorzugehen. Die EU-Staaten wollen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass das Europäische Patentamt (EPA) die bestehenden Verbote schärfer auslegt und die Praxis der Patenterteilung ändert.

Weitere Infos: Medienmitteilung "no patents on seeds" EU_gegen_Patente

24. Februar 2017

slide2.png

NIPT: NEK nimmt Stellung

Heute Freitag stellte die Nationale Ethikkommission für den Humanbereich ihre Stellungnahme zu den umstrittenen pränatalen Bluttests vor. Die Einschätzung ist wenig prägnant und verlangt lediglich eine zuverlässige Beratung der werdenden Eltern. biorespect dagegen fordert auch weiterhin die bislang fehlende, gesellschaftliche Debatte über die Auswirkungen der pränatalen Gendiagnostik.

> Medienmitteilung NEK

> Medienmitteilung biorespect

20. Februar 2017

Genschere.jpg

Genscheren für zu Hause

Genome von Lebewesen beliebig verändern – ein Traum für Wissenschaftler, aber auch ein Traum für Hobby-Biologen? Vor allem US-Firmen bieten Do-it-yourself-Kits (DIY) an, mit denen das Erbmaterial dank sogenannter Genscheren in der heimischen Stube modifiziert werden kann. Die Zerschneidung fällt in einen rechtlichen Graubereich, da diese Art von Genscheren auch natürlich in den Bakterien vorkommen.

Weitere Infos: Taz.de

20. Februar 2017

images-1.jpg

Gentech-Apfel in den USA auf dem Markt

Im Februar könnten erste Gentech-Äpfel in die Regale amerikanischer Lebensmittelgeschäfte gelangen. Der "Arctic Apple" wurde mittels Gene-Editing gentechnisch so verändert, dass er sich nicht mehr braun verfärbt, wenn er aufgeschnitten wird. Dank des anhaltenden öffentlichen Drucks haben bereits verschiedene Nahrungsmittelkonzerne, darunter McDonald's und Wendy's verlauten lassen, dass sie den umstrittenen Apfel nicht verkaufen werden. Auch die Vereinigung der Apfelproduzenten hat sich gegen den Apfel aus dem Labor ausgesprochen.

Weitere Infos: Schweizer Allianz Gentechfrei, Friends of the Earth

16. Februar 2017

Gene_bbc.jpgBild:bbc.com

Keimbahnmanipulation light

Noch 2015 haben Wissenschaftler auf einem internationalen Symposium in Washington für ein Moratorium für Eingriffe in die Keimbahn plädiert. Vor wenigen Tagen traf sich die Wissenschaftscommunity wieder: Jetzt sieht man einem Eingriff in das Erbgut von Embryonen mit weniger Bedenken entgegen. Die gezielte Veränderung des Erbgutes eines Embryos soll aber streng reguliert und nur unter besonderen Voraussetzungen zur Vermeidung der Vererbung einer schweren Erbkrankheit erfolgen. In GB und Schweden laufen derzeit Forschungsprojekte mit Embryonen, die allerdings nicht zur Reproduktion verwendet werden dürfen. Versuche in China waren bisher nicht von Erfolg gekrönt. So fordert die Wissenschaftsgemeinde erst einmal auch mehr Forschung. Eine Anwendung müsse streng reguliert werden, um die Verwendung des Verfahrens ausserhalb medizinischer Zwecke, zur Veränderung von Eigenschaften, zu verhindern.

Weitere Infos: National Academie of Science, USA, Science Mag.

 

 

Meldungen |Januar 2017

25. Januar 2017

Mais.jpg

Bedenkliche Unterschiede zwischen GV- und Nicht-GV-Mais

Eine neue Studie hat die molekularen Profile von genmanipuliertem mit denen von nicht-genmanipuliertem Mais verglichen. Die Studie zeigt deutlich, dass der Gen-Transformationsprozess zu einer grundlegend verschiedenen Zusammensetzung bei der in der EU zugelassenen Sorte NK603 führt, und sie demonstriert, dass dieser Gen-Mais keineswegs identisch oder gleichwertig mit seinem nicht-manipulierten Gegenstück ist. Die ausgeprägte Zunahme an Putrescin und insbesondere Cadaverin bereitet Sorgen, weil diese Substanzen potenziell giftig sind.

Weitere Infos: www.epochtimes.de

21. Januar 2017

wirhabenessatt.jpg

Demo in Berlin: Wir haben es satt!

Parallel zur Grünen Woche zogen heute bei der «Wir haben es satt!»-Demonstration 18.000 Menschen für Bauernhöfe und den tier- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft durch das Berliner Regierungsviertel. Angeführt von 130 Traktoren drückten die Demonstranten unter dem Motto «Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen!» lautstark ihren Protest gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft aus. Mehr Infos unter www.wir-haben-es-satt.de.

17. Januar 2017

170111_Top10_Agrarchemie.jpg

Konzernatlas 2017: Zunehmende Machtkonzentration im Agrarbereich

Der Konzernatlas zeigt ein erschreckendes Bild auf: Lediglich vier Grosskonzerne kontrollieren 70% des Welthandels mit Agrarrohstoffen. Dies verdeutlicht wie stark unsere Ernährung von einzelnen Konzernriesen abhängt. Der Konzernatlas 2017 deckt auf, klärt auf und möchte eine breite gesellschaftliche Debatte zum Thema Mega-Fusionen und Multis anstossen.

Weitere Infos: Schweizer Allianz Gentechfrei

Dokumentation zum Thema von Public Eye: AGROPOLY: Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion

 Bild: Konzernaltlas 2017

17. Januar 2017

Laborarbeit.jpg

Grenzen der Forschungsfreiheit

Wie frei ist ein Wissenschaftler in seiner Arbeit, wenn diese durch Unternehmen finanziert wird? Am Beispiel von Syngenta kritisiert ein Bericht in der "New York Times" wie bezahlte Studien Forscher in Nöte bringen können. Der Bericht erzählt die Geschichte des Bienenforscher James Cresswell, der 2012 von Syngenta mit einer Studie über das weltweite Bienensterben beauftragt wurde. Als zweites Beispiel nennt die "New York Times" die deutsche Biologin Angelika Hilbeck. Das ist insofern interessant, als mit ihr Agroscope, die landwirtschaftliche Forschungsanstalt des Bundes, in den Fokus rückt.

Weitere Infos: www.tagesanzeiger.ch

16. Januar 2017

Non_GMO.jpg

Trend in den USA zu mehr gentechnikfreien Produkten

In den USA ist ein Trend zur Produktion von Lebensmitteln ohne gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe zu verzeichnen. Die ProduzentInnen, wie beispielsweise der zum Néstle-Konzern gehörenden Pasta-Hersteller Buitoni, betonen zwar keinen Zweifel an der Lebensmittelsicherheit der gv-Pflanzen zu haben. Doch wolle man dem zunehmenden Wunsch der KonsumentInnen nach gentechnikfreien Produkten nachkommen.

Die zunehmend gentechnikkritische Haltung zeigt sich auch im kalifornischen Bezirk Sonoma County. In einer zeitgleich mit der Präsidentschaftswahl durchgeführten Volksabstimmung wurde ein Vorschlag für ein Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen mit 55.9 % der Wählerstimmen angenommen. Zusammen mit fünf weiteren kalifornischen Bezirken und einer Gesamtfläche von rund 6'000 Quadratkilometer bildet die Region nun die bisher grösste gentechnikfreie Zone der USA.

Weitere Infos: www.sustainablepulse.com, www.nwitimes.com, www.supermarketnews.com

16. Januar 2017

161118moratorium.jpg

Auch Ständeratskommission spricht sich für vierjährige Moratoriumsverlängerung aus

Eine Mehrheit der Kommission ist der Ansicht, dass die Risiken der Gentechnik im Landwirtschaftsbereich für Mensch und Umwelt momentan noch zu wenig klar sind. Die Entwicklung weiterer Technologien soll abgewartet werden. Eine Minderheit sprach sich für eine Verlängerung um 8 Jahre aus. Dies weil in dem kurzen Zeitraum von 4 Jahren keine grundlegend neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu erwarten seien.

Weitere Infos: Medienmitteilung

11. Januar 2017

Kovi_Einreichung_martinbichsel.ch_041.jpg

Scheuklappenpolitik des Bundesrates

Der Bundesrat empfiehlt die Konzernverantwortungsinitiative zur Ablehnung. Im kürzlich erschienen Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte hatte er seine Erwartung, dass «in der Schweiz ansässige und/oder tätige Unternehmen [..] ihre menschenrechtliche Verantwortung gebührend wahrnehmen» noch hervorgehoben. biorespect unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative als eine von 80 Organisationen.

Weitere Infos: Medienmitteilung

10. Januar 2017

csm_Alfoeldi_FiBLAnsicht_Mai2008_0011_b9cf64193f.jpg

20 Jahre Spitzenforschung für den Biolandbau in Frick

Vor zwanzig Jahren zogen sechzig Wissenschaftlerinnen und Berater des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) aus dem Leimental im unteren Baselbiet nach Frick in den Kanton Aargau. Die ehemalige Landwirtschaftsschule wurde seither mehrfach umgebaut und das FiBL und die Kontrollfirma bio.inspecta AG beschäftigen mittlerweile 300 Mitarbeiter.

Weitere Infos: Medienmitteilung FiBL