Meldungen |Februar 2017

24. Februar 2017

slide2.png

NIPT: NEK nimmt Stellung

Heute Freitag stellte die Nationale Ethikkommission für den Humanbereich ihre Stellungnahme zu den umstrittenen pränatalen Bluttests vor. Die Einschätzung ist wenig prägnant und verlangt lediglich eine zuverlässige Beratung der werdenden Eltern. biorespect dagegen fordert auch weiterhin die bislang fehlende, gesellschaftliche Debatte über die Auswirkungen der pränatalen Gendiagnostik.

> Medienmitteilung NEK

> Medienmitteilung biorespect

20. Februar 2017

Genschere.jpg

Genscheren für zu Hause

Genome von Lebewesen beliebig verändern – ein Traum für Wissenschaftler, aber auch ein Traum für Hobby-Biologen? Vor allem US-Firmen bieten Do-it-yourself-Kits (DIY) an, mit denen das Erbmaterial dank sogenannter Genscheren in der heimischen Stube modifiziert werden kann. Die Zerschneidung fällt in einen rechtlichen Graubereich, da diese Art von Genscheren auch natürlich in den Bakterien vorkommen.

Weitere Infos: Taz.de

20. Februar 2017

images-1.jpg

Gentech-Apfel in den USA auf dem Markt

Im Februar könnten erste Gentech-Äpfel in die Regale amerikanischer Lebensmittelgeschäfte gelangen. Der "Arctic Apple" wurde mittels Gene-Editing gentechnisch so verändert, dass er sich nicht mehr braun verfärbt, wenn er aufgeschnitten wird. Dank des anhaltenden öffentlichen Drucks haben bereits verschiedene Nahrungsmittelkonzerne, darunter McDonald's und Wendy's verlauten lassen, dass sie den umstrittenen Apfel nicht verkaufen werden. Auch die Vereinigung der Apfelproduzenten hat sich gegen den Apfel aus dem Labor ausgesprochen.

Weitere Infos: Schweizer Allianz Gentechfrei, Friends of the Earth

16. Februar 2017

Gene_bbc.jpgBild:bbc.com

Keimbahnmanipulation light

Noch 2015 haben Wissenschaftler auf einem internationalen Symposium in Washington für ein Moratorium für Eingriffe in die Keimbahn plädiert. Vor wenigen Tagen traf sich die Wissenschaftscommunity wieder: Jetzt sieht man einem Eingriff in das Erbgut von Embryonen mit weniger Bedenken entgegen. Die gezielte Veränderung des Erbgutes eines Embryos soll aber streng reguliert und nur unter besonderen Voraussetzungen zur Vermeidung der Vererbung einer schweren Erbkrankheit erfolgen. In GB und Schweden laufen derzeit Forschungsprojekte mit Embryonen, die allerdings nicht zur Reproduktion verwendet werden dürfen. Versuche in China waren bisher nicht von Erfolg gekrönt. So fordert die Wissenschaftsgemeinde erst einmal auch mehr Forschung. Eine Anwendung müsse streng reguliert werden, um die Verwendung des Verfahrens ausserhalb medizinischer Zwecke, zur Veränderung von Eigenschaften, zu verhindern.

Weitere Infos: National Academie of Science, USA, Science Mag.

 

Meldungen |Januar 2017

25. Januar 2017

Mais.jpg

Bedenkliche Unterschiede zwischen GV- und Nicht-GV-Mais

Eine neue Studie hat die molekularen Profile von genmanipuliertem mit denen von nicht-genmanipuliertem Mais verglichen. Die Studie zeigt deutlich, dass der Gen-Transformationsprozess zu einer grundlegend verschiedenen Zusammensetzung bei der in der EU zugelassenen Sorte NK603 führt, und sie demonstriert, dass dieser Gen-Mais keineswegs identisch oder gleichwertig mit seinem nicht-manipulierten Gegenstück ist. Die ausgeprägte Zunahme an Putrescin und insbesondere Cadaverin bereitet Sorgen, weil diese Substanzen potenziell giftig sind.

Weitere Infos: www.epochtimes.de

21. Januar 2017

wirhabenessatt.jpg

Demo in Berlin: Wir haben es satt!

Parallel zur Grünen Woche zogen heute bei der «Wir haben es satt!»-Demonstration 18.000 Menschen für Bauernhöfe und den tier- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft durch das Berliner Regierungsviertel. Angeführt von 130 Traktoren drückten die Demonstranten unter dem Motto «Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen!» lautstark ihren Protest gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft aus. Mehr Infos unter www.wir-haben-es-satt.de.

17. Januar 2017

170111_Top10_Agrarchemie.jpg

Konzernatlas 2017: Zunehmende Machtkonzentration im Agrarbereich

Der Konzernatlas zeigt ein erschreckendes Bild auf: Lediglich vier Grosskonzerne kontrollieren 70% des Welthandels mit Agrarrohstoffen. Dies verdeutlicht wie stark unsere Ernährung von einzelnen Konzernriesen abhängt. Der Konzernatlas 2017 deckt auf, klärt auf und möchte eine breite gesellschaftliche Debatte zum Thema Mega-Fusionen und Multis anstossen.

Weitere Infos: Schweizer Allianz Gentechfrei

Dokumentation zum Thema von Public Eye: AGROPOLY: Wenige Konzerne beherrschen die weltweite Lebensmittelproduktion

 Bild: Konzernaltlas 2017

17. Januar 2017

Laborarbeit.jpg

Grenzen der Forschungsfreiheit

Wie frei ist ein Wissenschaftler in seiner Arbeit, wenn diese durch Unternehmen finanziert wird? Am Beispiel von Syngenta kritisiert ein Bericht in der "New York Times" wie bezahlte Studien Forscher in Nöte bringen können. Der Bericht erzählt die Geschichte des Bienenforscher James Cresswell, der 2012 von Syngenta mit einer Studie über das weltweite Bienensterben beauftragt wurde. Als zweites Beispiel nennt die "New York Times" die deutsche Biologin Angelika Hilbeck. Das ist insofern interessant, als mit ihr Agroscope, die landwirtschaftliche Forschungsanstalt des Bundes, in den Fokus rückt.

Weitere Infos: www.tagesanzeiger.ch

16. Januar 2017

Non_GMO.jpg

Trend in den USA zu mehr gentechnikfreien Produkten

In den USA ist ein Trend zur Produktion von Lebensmitteln ohne gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe zu verzeichnen. Die ProduzentInnen, wie beispielsweise der zum Néstle-Konzern gehörenden Pasta-Hersteller Buitoni, betonen zwar keinen Zweifel an der Lebensmittelsicherheit der gv-Pflanzen zu haben. Doch wolle man dem zunehmenden Wunsch der KonsumentInnen nach gentechnikfreien Produkten nachkommen.

Die zunehmend gentechnikkritische Haltung zeigt sich auch im kalifornischen Bezirk Sonoma County. In einer zeitgleich mit der Präsidentschaftswahl durchgeführten Volksabstimmung wurde ein Vorschlag für ein Anbauverbot von gentechnisch veränderten Pflanzen mit 55.9 % der Wählerstimmen angenommen. Zusammen mit fünf weiteren kalifornischen Bezirken und einer Gesamtfläche von rund 6'000 Quadratkilometer bildet die Region nun die bisher grösste gentechnikfreie Zone der USA.

Weitere Infos: www.sustainablepulse.com, www.nwitimes.com, www.supermarketnews.com

16. Januar 2017

161118moratorium.jpg

Auch Ständeratskommission spricht sich für vierjährige Moratoriumsverlängerung aus

Eine Mehrheit der Kommission ist der Ansicht, dass die Risiken der Gentechnik im Landwirtschaftsbereich für Mensch und Umwelt momentan noch zu wenig klar sind. Die Entwicklung weiterer Technologien soll abgewartet werden. Eine Minderheit sprach sich für eine Verlängerung um 8 Jahre aus. Dies weil in dem kurzen Zeitraum von 4 Jahren keine grundlegend neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu erwarten seien.

Weitere Infos: Medienmitteilung

11. Januar 2017

Kovi_Einreichung_martinbichsel.ch_041.jpg

Scheuklappenpolitik des Bundesrates

Der Bundesrat empfiehlt die Konzernverantwortungsinitiative zur Ablehnung. Im kürzlich erschienen Nationalen Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte hatte er seine Erwartung, dass «in der Schweiz ansässige und/oder tätige Unternehmen [..] ihre menschenrechtliche Verantwortung gebührend wahrnehmen» noch hervorgehoben. biorespect unterstützt die Konzernverantwortungsinitiative als eine von 80 Organisationen.

Weitere Infos: Medienmitteilung

10. Januar 2017

csm_Alfoeldi_FiBLAnsicht_Mai2008_0011_b9cf64193f.jpg

20 Jahre Spitzenforschung für den Biolandbau in Frick

Vor zwanzig Jahren zogen sechzig Wissenschaftlerinnen und Berater des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) aus dem Leimental im unteren Baselbiet nach Frick in den Kanton Aargau. Die ehemalige Landwirtschaftsschule wurde seither mehrfach umgebaut und das FiBL und die Kontrollfirma bio.inspecta AG beschäftigen mittlerweile 300 Mitarbeiter.

Weitere Infos: Medienmitteilung FiBL

 

Meldungen |Dezember 2016

23. Dezember 2016

Schnee1.jpg

biorespect wünscht frohe Festtage und einen guten Start ins 2017!

19. Dezember 2016

STOP_OGM_BERN_LOW-49.jpg

Résumé aus 20 Jahren Gentechnik

Im November organisierte die Schweizer Allianz Gentechfrei (SAG) ein Symposium zum Thema „20 Jahre Gentechnik in der Landwirtschaft - Risiken und alternative Ansätze". Wissenschaftler, Politiker und Personen aus der Privatwirtschaft stellten den derzeitigen Wissensstand vor. Eine ausführliche Videodokumentation steht nun zur Verfügung. 

15. Dezember 2016

DNA2_uebersetzt.png.1659167.png

Bild: spektrum.de

3-Eltern-Baby in GB erlaubt

In britischen Laboren dürfen künftig Embryonen mit dem Erbgut von 2 Frauen und einem Mann im Reagenzglas erzeugt werden. Grossbritannien ist damit weltweit das erste Land, das solche Methoden gesetzlich erlaubt.

mehr

Bestimmte Erbkrankheiten werden über die Mitochondrien weitergegeben. Erlaubt wurde jetzt der Austausch der Mitochondrien der "Mutter" durch Mitochondrien einer Spenderin. Die Verfahren, der so genannte Maternal Spindle Transfer (MST) und der Pronuclear Transfer (PNT) sind nicht unumstritten und bergen Risiken.

Eine Expertenkommission hat jetzt der zuständigen britischen Behörde Human Fertilisation and Embryology Authority HFEA einen vorsichtigen Einsatz zuzulassen. Nun können Fortpflanzungszentren um eine Lizenz für das Verfahren ansuchen.

In einer Klinik im britischen Newcastle hat man das Verfahren bisher im Labor getestet. Auch Insider warnen davor, dass dies der nächste Schritt hin zum designten Baby sein könnte. Zudem braucht es jetzt wiederum vermehrt Frauen, die ihre Eizellen für die Behandlung spenden. Ein Verfahren, dass mit hohen Risiken für die Spenderin - die ja keinen Nutzen davon hat - einhergeht.

biorespect hält das Verfahren für medizinisch bedenklich, da sich gesunde Frauen durch die Eizellenspende einem riskanten fremdnützigen Eingriff aussetzen. Für ethisch fragwürdig halten wir die Entwicklung, da mit der Einführung der 3-Elternschaft soziale Gewissheiten ausser Kraft gesetzt werden. Verwandtschaftsbeziehungen werden zunehmend undurchsichtiger. Da es keine gesellschaftlichen Erfahrungen mit der Auflösung verwandtschaftlicher Strukturen durch technische Eingriffe gibt, muss man die Entwicklung als weiteres soziales Experiment bezeichnen. 

Mögliche negative Auswirkungen auf die so entstehenden Kinder müssen erst in Langzeitstudien untersucht werden - ein weiteres Experiment, das auf dem Rücken dieser Kinder ausgetragen wird, denn sie müssen letztlich einer Langzeitungersuchung zustimmen.

Weitere Informationen > BBC

 

 

 

12. Dezember 2016

Vogesen_02.jpg

Neues Fortpflanzungszentrum in Basel

Im ehemaligen Arbeiterviertel St. Johann, ein paar Schritte von der biorespect-Geschäftsstelle entfernt, errichtet das Universitätsspital Basel (USB) ein neues Reproduktionszentrum. Das Projekt fand bereits Kritik in den eigenen Reihen und ist wenig transparent - biorespect lanciert deshalb eine Informationskampagne.

mehr

Kaum wurde über die umstrittene Präimplantationsdiagnostik entschieden, schon sieht man im Unispital Basel die Kasse klingeln: Mit einem teuren Umbau und professionellem Marketing will Fortpflanzungsmediziner Christian De Deyter die Zahlen für die künstliche Befruchtung ab sofort verdoppeln. Bislang ging es im Unispital um etwa 700 Behandlungen pro Jahr. Die Zulassung der PID eröffnet dabei ein weiteres, mögliches Geschäftsfeld: Als eines von vier oder fünf Zentren der Schweiz möchte De Geyter auch in Basel die Präimplantationsdiagnostik anbieten. Dabei ist noch unklar, welche Zentren in der Schweiz eine Bewilligung für die Durchführung erhalten werden.

Schweizweit existieren bereits an die 30 Fertilitätszentren - diese sind weit dichter gesät als in anderen Ländern, eine Übersättigung der Marktes ist bereits spürbar. Wer fällte den Richtungsentscheid für die grossspurige Erweiterung der Reproduktionsabteilung des Unispitals Basel? Welche Strategie steckt hinter der Vorstellung, die Zahlen der künstlichen Befruchtung hochzutreiben? Wo bleibt die Aufklärung über die möglichen Risiken der Fruchtbarkeitsbehandlungen für Frauen ebenso wie auch für potenzielle Kinder?

Da auch die Anwohner über den Umbau und die Zukunft der Liegenschaft nicht ausreichend informiert wurden, lanciert biorespect eine Informationskampagne.

Weitere Informationen:

> Rundbrief AHA!

> Auschreibung Bauprojekt

> Artikel Schweiz am Sonntag

7. Dezember 2016

Faltblatt_CRISPR_lowres.jpg

bild: biorespect/fotolia

Neues Faltblatt:

CRISPR/Cas9 - der Schnitt ins Erbgut

Die sog. Genschere, eine neue molekularbiologische Methode, gilt als Revolution in der Biotechnologie. Mit dem Verfahren kann in das Erbgut aller Lebewesen eingegriffen werden. Schnell, präzise und kostengünstig.
Für biorespect ist der Fall klar: Genmanipulation bleibt Manipulation. Es braucht eine fundierte Auseinandersetzung mit den Risiken und Auswirkungen dieser Technologie. Unser Faltblatt zum Thema: >hier.

Die gedruckte Version versenden wir gerne gratis an Sie - auch in grösseren Mengen.

6. Dezember 2016

nationalratssaal-10-g.jpg

Anbaumoratorium erneut «nur» verlängert

Heute Dienstag sprach sich der Nationalrat mit einer knappen Mehrheit für die Verlängerung und gegen ein unbefristetes GVO-Anbaumoratorium aus. biorespect geht dieser Entscheid zu wenig weit. Der Verein wird sich deshalb auch weiterhin für ein komplettes Anbauverbot bezüglich gentechnisch veränderter Nutzpflanzen und eine gentechnikfreie Schweiz einsetzen. (Medienmitteilung biorespect)

5. Dezember 2016

aufmacher-elsberg.jpeg

Helix – sie werden uns ersetzen

Ein amerikanisches Ehepaar kann auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen und steht kurz vor einer künstlichen Befruchtung, als der behandelnde Arzt den beiden eine seltsame Frage stellt: Was würden sie tun, wenn sie ihrem Kind die Anlagen für einen Olympiasieg mitgeben könnten, für höhere Intelligenz und bessere Gesundheit im Alter?

Weitere Infos: NZZ-Kommentar zum Thema

 

Meldungen |November 2016

28. November 2016

images.jpg

Glyphosat-Urteil: Mehr Transparenz bei den Gefahren

Seit Jahren wird über die Risiken des Herbizids Glyphosat gestritten, wobei die unzähligen Studien von Behörden wie Unternehmen unter Verschluss gehalten wurden. Der Europäische Gerichtshof hat nun entschieden, dass Glyphosat-Hersteller zukünftig über die Gefahren informieren müssen. Dies dürfte weitreichende Konsequenzen für Industrie und Verbraucher haben.

Mehr Infos: Zeit Online

28. November 2016

Bild Front.jpg

Unbefristetes Anbaumoratorium angestrebt

Im Zuge der Beratung des Gentechnikgesetzes spricht sich die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WKB) des Nationalrats für eine unbefristete Verlängerung des Anbaumoratoriums für gentechnisch veränderte Pflanzen aus. Die neu vorgesehene Koexistenzregelung und die Schaffung von GVO-Anbaugebieten werden abgelehnt.

Mehr Infos: Medienmitteilung WBK, Medienmitteilung SAG

16. November 2016

Saatgut Soja.jpg

Zu wenig Transparenz bei der Kontrolle des Saatgutes auf GVO-Verunreinigungen

Seit 1999 wird der Import von Saatgut in die Schweiz auf Verunreinigungen durch gentechnisch veränderte Organismen untersucht. Bisher waren die Resultate des amtlichen GVO-Saatgutmonitorings jedoch nicht öffentlich zugänglich. Dieser Mangel an Transparenz ist für die Landwirtschaft, Züchtung, Saatguterzeugung und Imkerei problematisch.

Mehr Infos: Schweizer Allianz Gentechfrei

16. November 2016

Fotolia_68140325_M.jpg

Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen erneut im Fokus

Mit einem Workshop in Zürich startete ein neues Forschungsprojekt zu den Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Studie ist unabhängig von den Interessen der Gentechnik-Industrie. Die beteiligten Experten sind sich einig, dass die gegenwärtige europäische Praxis der Risikobewertung gentechnisch veränderter Pflanzen nicht ausreicht, um den Schutz von Mensch und Umwelt zu gewährleisten.

Mehr Infos: Testbiotech

9. November 2016

Dürre.jpg

Mit traditionellen Züchtungsmethoden gegen den Klimawandel

Bisher ist es nicht gelungen mit gentechnisch verändertem Saatgut in Zeiten des Klimawandels Hungersnöte zu verhindern. Monsanto und Bayer fokussieren auf Ertragssteigerung und Herbizidresistenzen. Es spricht also viel dafür, dass die traditionellen Züchtungsmethoden angesichts der immer schwieriger werdenden Anbaubedingungen an Bedeutung gewinnen.

Mehr Info: Zeit Online  

9. November 2016

Natur.jpg

Umstrittenes Gentech-Verbotsgesetz in Deutschland

In Deutschland wurde Anfang November ein Gesetzentwurf zum Anbauverbot von Genpflanzen in Deutschland verabschiedet. Kritiker befürchten, dass mit dem neuen Gesetz ein bundesweites Verbot nicht mehr durchgesetzt werden könnte. Muss jedes Bundesland einzeln entscheiden, droht Deutschland zum Verbots-«Flickenteppich» zu werden. Eine höchst fragwürdige Entwicklung, denn Pollen machen nicht an den Ländergrenzen halt.

Mehr Infos: Informationsdienst Gentechnik

9. November 2016

images.jpg

Keine höheren Erträge, dafür mehr Herbizide und Resistenzen

Von den gentechnisch veränderten Kulturpflanzen versprach man sich Grosses: Höhere Erträge, weniger Pestizideinsätze, weniger Hunger. Doch 20 Jahre später zeigt sich Ernüchterung: In den USA hat der Verbrauch von Herbiziden um 21% zugenommen, bedeutende Ertragsvorteile waren aber nicht zu verzeichnen.

Mehr Infos: Biovision, New York Times

3. November 2016

Unknown.jpeg

Kehrtwende für EU-Patentamt?

In einer lang erwarteten Stellungnahme erklärt die EU-Kommission, dass sie Pflanzen und Tiere aus «im Wesentlichen biologischen Verfahren» zur Züchtung für nicht patentierbar hält. Diese Aussage steht in starkem Gegensatz zu der bisherigen Praxis des Europäischen Patentamts (EPA), das bereits über 100 Patente erteilt hat, welche die konventionelle Züchtung betreffen, darunter sogar Patente auf Tomaten und Brokkoli. (www.no-patents-on-seeds.org)

2. November 2016

Genschere.jpg

Gentechnik im Graubereich

Österreich hat entschieden: Die neuen gentechnischen Verfahren, wie beispielsweise Crispr/Cas, fallen unter das Gentechnikgesetz. Derweil lässt der Entscheid der EU-Kommission weiter auf sich warten. 

Mehr Info

Bild: fotolia.com

1. November 2016

imgres.jpg

Erneut Freisetzungsversuch im Reckenholz bewilligt

Nach Weizen, Kartoffeln und Äpfeln bewilligt das Bundesamt für Umwelt nun einen weiteren Freisetzungsversuch mit gentechnisch verändertem Winterweizen. Bereits für diesen Herbst ist die Aussat auf den Versuchsflächen geplant.

Weitere Informationen:

Schweizer Allianz Gentechfrei