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Meldungen |Juli 2017

13. Juli 2017

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 Das Team von biorespect wünscht allen einen schönen Sommer!

 

 

11. Juli 2017

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Genschere CRISPR/Cas schneidet weniger präzise als erwartet

Eine neue Studie zeigt, dass die vielgelobte Genschere CRISPR/Cas9 viel weniger präzise ist als bisher angenommen. Forscher der Uniklinik der Columbia-Universität in New York zeigten auf, dass die Genschere nicht nur an der gewünschten Stelle im Erbgut schneidet, sondern Hunderte von ungeplanten Mutationen im Genom auslösen kann.

Weitere Infos: www.gentechfrei.ch

5. Juli 2017

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Gentestgesetz im Parlament

Nach einigen Jahren Vorarbeit: Heute wurde der Entwurf zum revidierten Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (GUMG) ans Parlament übergeben. Auch der aktuelle Entwurf weist Mängel auf: Nichteinwilligungsfähige werden nicht ausreichend geschützt, es bleibt unklar, was ein medizinischer Gentest ist und was nicht, die Bevölkerung wird weiter nicht ausreichend informiert.

Weitere Infos:

> www.gen-test.info

> Medienmitteilung biorespect

> Gesetzesentwurf neu

> Botschaft GUMG

3. Juli 2017

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WBK-S: Keine Zulassung der Eizellenspende

Eine Petition der Jugendsession verlangt erneut die Legalisierung der Eizellenspende in der Schweiz. Allerdings wurde das Begehren von der Wissenschaftskommission des Nationalrats (WBK-S) abgelehnt.

 

Meldungen |Juni 2017

30. Juni 2017

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Kalifornien stuft Glyphosat als potentiell krebserregend ein

Kalifornien wird das Pestizid Glyphosat ab Juli als potenziell krebsauslösend einordnen. Damit geht der Streit um Gesundheitsgefahren in die nächste Etappe, Hersteller Monsanto hat bereits Widerspruch angekündigt.(www.spiegel.de)

29. Juni 2017

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Keine Lösung bei Patenten auf Pflanzen und Tiere

Die 38 Vertragsstaaten des Europäischen Patentamts (EPA) haben bei ihrer Sitzung in Den Haag beschlossen, die Patentverbote im Bereich der Pflanzen- und Tierzucht zu verschärfen. Gleichzeitig wurden aber neue Schlupflöcher geschaffen, um die Verbote zu umgehen. So sollen auch zufällige Veränderungen des Erbguts patentierbar sein. (www.no-patents-on-seeds.org)

15. Juni 2017

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EU-Kommissar verteidigt Glyphosat-Zulassung

Die EU-Kommission will das umstrittene Pestizid Glyphosat erneut für zehn Jahre zulassen. Ihr Gesundheitskommissar hat das Vorhaben nun vor dem Parlament verteidigt. Eine Krebsgefahr sieht er nicht. (www.spiegel-online.de)

9. Juni 2017

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CH: Moratoriumsverlängerung unter Dach und Fach

Der Ständerat folgte dem Nationalrat und plädierte ebenfalls für eine Verlängerung des Gentech-Anbaumoratoriums. Die Vorlage ist nun bereit für die Schlussabstimmung (www.parlament.ch).

6. Juni 2017

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Bild: Jürgen Lösel

Selbstversuch mit Crispr-Cas9

Firmen bieten Experimentiersets an, um mit Hilfe des neuen gentechnischen Verfahrens "Crispr-Cas9" antibiotikaresistente Bakterien herzustellen. Bei dieser Methode wird immer wieder betont, wie einfach sie in der Anwendung sein soll, so einfach, dass auch Laien damit arbeiten könnten. Ein Selbstversuch zeigt, dass dem nicht so ist und veranschaulicht die Gefahren, welche von einer Anwendung im unregulierten Rahmen ausgehen. biorespect fordert die Regulierung aller neuen gentechnischen Verfahren!

Mehr Informationen: www.nzz.ch

6. Juni 2017

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Bild: www.gmwatch.org

Illegaler Gentechmais in Bolivien entdeckt

Die NGO „SOS Maiz Bolivia“ warnt vor dem Verlust von einer grossen Zahl an heimischen Maissorten. Gemäss einer Medienmitteilung wächst gentechnisch veränderter Mais, resistent gegen das Herbizid Roundup, illegal im Dorf Charagua im Süden des Departements Santa Cruz. Der Mais wurde während einer Forschungreise entdeckt.

Mehr Informationen: www.gmwatch.org

6. Juni 2017

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Bild: www.keine-gentechnik.de

Weltweiter Gentech-Anbau erreicht Höchststand

Nach einem Rückgang im 2015 soll im vergangenen Jahr weltweit wieder mehr Ackerfläche mit gentechnisch veränderten Pflanzen (GVO) bebaut worden sein. Wie der Internationale Service für die Nutzung von Gentechnik in der Landwirtschaft (ISAAA) kürzlich berichtete, habe sich die Anbaufläche für GVO um drei Prozent auf einen neuen Höchststand von 185,1 Millionen Hektar vergrößert.

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Vor allem Brasilien und die USA pflanzten demnach mehr GVO als 2015. In Indien und Argentinien wuchsen dagegen weniger Gentech-Pflanzen.
Im Wesentlichen geht es um Soja (50 Prozent), Baumwolle, Mais und Raps. Auf europäischen Äckern findet sich nur der Gentech-Mais MON 810 und zwar auf insgesamt gut 134000 Hektar in Spanien, Portugal, Tschechien und der Slowakei. Das waren fast 17 Prozent mehr als 2015!

Mehr Informationen: www.keine-gentechnik.de

 

Meldungen |Mai 2017

30. Mai 2017

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Bild: www.agrarheute.com

Gentech-Blumen unbemerkt in Schweizer Gärten

Orange leuchtende Petuniensorten, wie Pegasus Orange, Bingo Mandarin oder African Sunset, verdanken ihre orange Farbe einer gentechnischen Veränderung. Die beliebten Zierblumen sind seit mehreren Jahren – wie lange weiss niemand genau – weltweit im Umlauf und wurden auch in der Schweiz jedes Jahr zu Tausenden angepflanzt.

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Seit dem 24. Mai ist nun Schluss damit: Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat an alle Gärtner sowie Händler und Vertreiber von Jungpflanzen eine sogenannte Vernichtungsverfügung verschickt. Alle betroffenen Pflanzen müssen in geschlossenen Säcken oder Behältern der Kehrichtabfuhr mitgegeben werden. Trotz garstigem Aprilwetter kann es sein, dass einige GVO-Petunien bereits gepflanzt wurden. Auf eine Rückrufaktion verzichtet das BLW aber aus Gründen der Verhältnismässigkeit.

Dass die illegalen Petunien überhaupt aufgeflogen sind, ist dem Zufall zu verdanken. Ein finnischer Pflanzenbiologe erinnerte sich an den 30 Jahre zurückliegenden Züchtungsversuch in einem Gentechlabor in Köln, welcher solche orange Blüten hervorbrachte und ging der Sache auf den Grund.

Weitere Informationen: Tages Anzeiger

30. Mai 2017

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Bild: www.opensourceseed.org

Open Source Saatgut: Angriff der Saat-Piraten

Eine neue Tomatensorte soll große Agrarkonzerne ärgern. Sunviva, eine Freilandsorte mit kleinen gelben Früchten, hat revolutionäre Nutzungsregeln: Sie darf niemals patentiert werden.

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Die Sorte ist zwar geschützt, aber jeder darf sie kostenlos verwenden und weitergeben, auch Geld damit verdienen. Das gilt ebenso für zukünftige Pflanzen, die auf Basis von "Sunviva" entwickelt werden. So sollen große Konzerne keine Möglichkeit bekommen, sich die Züchtung unter den Nagel zu reißen.Mehr Informationen: www.spiegel.de, www.opensourceseeds.org

30. Mai 2017

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Testbiotech legt Übersicht zu Risiken und Problemen neuer Gentechnikverfahren vor

In einem aktuellen Bericht klärt Testbiotech über die Risiken und Probleme der Anwendung der neuen Gentechnikverfahren auf. Mit Instrumenten wie der Gen-Schere CRISPR eröffnen sich neue Wege zur Manipulation des Erbguts bei Pflanzen, und vermehrt auch Tieren und Menschen.

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Mit den sogenannten Gene Drives könnten ganze Populationen ausgerottet werden, zum Beispiel Insekten, die Krankheiten übertragen oder Pflanzenschädlinge. Der Bericht zeigt, warum die neue Gentechnik mit besonderer Vorsicht und Vorsorge behandelt werden muss und eine umfassende Regulierung notwendig ist.Vollständiger Bericht: Testbiotech_Neue Gentechnikverfahren.pdf

29. Mai 2017

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Glyphosat-Zulassung für weitere 10 Jahre?

Die EU-Kommission hat einem Vorschlag von Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis zugestimmt. Er sieht vor, das Herbizid Glyphosat für weitere zehn Jahre zuzulassen. Darüber will die Kommission nun mit den Mitgliedsstaaten verhandeln.

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Der grüne Europaabgeordnete Martin Häusling wertete den Vorstoss der Kommission als «unpassenden Vorschlag zur unpassenden Zeit». Er verwies auf die derzeit laufende Euorpäische Bürgerinitiative Stop Glyphosat, die bereits von einer dreiviertel Million Bürgerinnen und Bürger unterzeichnet worden sei. Die Initiative ruft die Kommission auf, den Mitgliedstaaten ein Verbot von Glyphosat vorzuschlagen, das Verfahren für die Genehmigung von Pestiziden zu reformieren und EU-weit verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen. Keine dieser Forderungen finde sich in dem Vorschlag der EU-Kommission wieder.

Mehr Informationen

20. Mai 2017

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March against Monsanto

 Am 20. Mai marschierten wir gemeinsam mit 1500 KritikerInnen gegen die Machenschaften von Monsanto-Syngenta-BAYER & Co. biorespect steht für eine gentechfreie Landwirtschaft ohne Einsatz von Ackergiften und eine Begrenzung der Macht der Agrokonzerne. 

18. Mai 2017

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Bild: radioarabella.de

Bund lanciert Datenplattform

Der Bund gibt für die nächsten drei Jahre 50 Mio Franken an das Programm Swiss Personalized Health Network. Erstes Ziel ist der Aufbau einer Dateninfrastruktur für Gesundheitsdaten.

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Problematisch ist, dass die Schweiz es bisher versäumt hat, den Umgang mit solchen Daten gesetzlich zu regeln. Anders, als in anderen Ländern gibt es in der Schweiz kein Gesetz zu Biobanken. Der Umgang mit menschlichem Material und mit genetischen Daten nur sehr unzulänglich und am Rande anderer Gesetzeswerke geregelt. Was mit den Daten und Proben - dazu gehören Blut, Speichel, Urin, Gewebeproben und weitere Gesundheitsdaten - nahc der Entnahme passiert, bleibt weiter unklar. In Spitälern, Arztpraxen, Laboren und Forschungseinrichtungen lagern millionenfach Proben ohne, dass es eine Regulierung über den Umgang damit gäbe. Das geht so nicht weiter! biorespect fordert weiter vehement dringend eine gesetzliche Regelung zu Biobanken.

> Medienmitteilung biorespect

> NZZ

> Broschüre Biobanken

16. Mai 2017

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Bild: www.naturalsciences.ch

Anbau von Gentechnik-Mais: Risiken nicht unter Kontrolle

Untersuchungen von Wissenschaftlern der ETH Zürich zeigen, dass die Teosinte-Pflanzen, die sich in den letzten Jahren in Spanien ausgebreitet haben, zu keiner der bisher bekannten Unterarten dieser Spezies gehören.

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Vielmehr handelt es sich wohl um Hybride unterschiedlicher Herkunft, da auch das Erbgut von Mais in diesen Pflanzen gefunden wurde. Experimentelle Kreuzungen zeigen, dass die genetische Vermischung zwischen Teosinte und dem in Spanien angebauten Mais weiter fortschreitet. Die Forschungsergebnisse, die jetzt im Magazin Scientific Reports veröffentlicht wurden, legen nahe, dass auch gentechnisch veränderter Mais, wie er in Spanien angebaut wird, seine Gene an die Tesosinte weitergeben kann. Dadurch könnte die Tesosinte zu einem neuartigen transgenen Unkraut werden, das Insektengifte produziert und auch resistent gegenüber Herbiziden ist.Weitere Informationen: www.testbiotech.de, Anbau von Gentechnik-Mais: Risiken nicht unter Kontrolle (TESTBIOTECH Hintergrund 24.11.2016)

2. Mai 2017

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Bild: Slow Food International

Fusion von Bayer & Monsanto - Streitschrift gegen die Ohnmacht der Wettbewerbskontrolle

Die drei aktuellen Mega-Fusionen der Agrar- und Chemiekonzerne Bayer und Monsanto, Dow und Dupont sowie ChemChina und Syngenta rufen auf der ganzen Welt Protest hervor. Denn sie gefährden die Zukunftsperspektiven bäuerlicher, ökologischerer Landwirtschaft und lokal angepasster Saatgutsysteme.

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Eine neue Broschüre, herausgegeben von rund 20 verschiedenen deutschen Institutionen, informiert über die fusionswilligen Konzerne und ihre Motive für den Zusammenschluss sowie die zu erwartenden Folgen. Sie führt ein in das Wettbewerbsrecht und die Bedingungen, unter denen heute Fusionskontrolle und die Begrenzung von Konzernmacht stattfindet. Weil diese Praxis unzureichend ist, werden Forderungen vorgestellt, dem entschieden gegenzusteuern.

Zur Broschüre