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Meldungen |Mai 2017

20. Mai 2017

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March against Monsanto

 Am 20. Mai marschierten wir gemeinsam mit 1500 KritikerInnen gegen die Machenschaften von Monsanto-Syngenta-BAYER & Co. biorespect steht für eine gentechfreie Landwirtschaft ohne Einsatz von Ackergiften und eine Begrenzung der Macht der Agrokonzerne. 

18. Mai 2017

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Bild: radioarabella.de

Der Bund gibt für die nächsten drei Jahre 50 Mio Franken an das Programm Swiss Personalized Health Network. Erstes Ziel ist der Aufbau einer Dateninfrastruktur für Gesundheitsdaten. Problematisch ist, dass die Schweiz es bisher versäumt hat, den Umgang mit solchen Daten gesetzlich zu regeln. Anders, als in anderen Ländern gibt es in der Schweiz kein Gesetz zu Biobanken. Der Umgang mit menschlichem Material und mit genetischen Daten nur sehr unzulänglich und am Rande anderer Gesetzeswerke geregelt. Was mit den Daten und Proben - dazu gehören Blut, Speichel, Urin, Gewebeproben und weitere Gesundheitsdaten - nahc der Entnahme passiert, bleibt weiter unklar. In Spitälern, Arztpraxen, Laboren und Forschungseinrichtungen lagern millionenfach Proben ohne, dass es eine Regulierung über den Umgang damit gäbe. Das geht so nicht weiter! biorespect fordert weiter vehement dringend eine gesetzliche Regelung zu Biobanken.

> Medienmitteilung biorespect

> NZZ

> Broschüre Biobanken

16. Mai 2017

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Bild: www.naturalsciences.ch

Anbau von Gentechnik-Mais: Risiken nicht unter Kontrolle

Untersuchungen von Wissenschaftlern der ETH Zürich zeigen, dass die Teosinte-Pflanzen, die sich in den letzten Jahren in Spanien ausgebreitet haben, zu keiner der bisher bekannten Unterarten dieser Spezies gehören. Vielmehr handelt es sich wohl um Hybride unterschiedlicher Herkunft, da auch das Erbgut von Mais in diesen Pflanzen gefunden wurde. Experimentelle Kreuzungen zeigen, dass die genetische Vermischung zwischen Teosinte und dem in Spanien angebauten Mais weiter fortschreitet. Die Forschungsergebnisse, die jetzt im Magazin Scientific Reports veröffentlicht wurden, legen nahe, dass auch gentechnisch veränderter Mais, wie er in Spanien angebaut wird, seine Gene an die Tesosinte weitergeben kann. Dadurch könnte die Tesosinte zu einem neuartigen transgenen Unkraut werden, das Insektengifte produziert und auch resistent gegenüber Herbiziden ist.

Weitere Informationen: www.testbiotech.de, Anbau von Gentechnik-Mais: Risiken nicht unter Kontrolle (TESTBIOTECH Hintergrund 24.11.2016)

5. Mai 2017

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Klage gegen Giftsoja-Zulassung

Das Institut für unabhängige Folgen-abschätzung «Testbiotech» hat am Gerichtshof der EU eine Klage gegen die Importzulassung von gv-Sojabohnen der Firmen Bayer und Monsanto eingereicht. Die Sojabohnen können mit Glyphosat in Kombination mit anderen Herbiziden wie Dicamba oder Isoxaflutol behandelt werden, ohne selber Schaden zu nehmen. Die Kombination dieser Spritzmittel und deren Rückstände in den Pflanzen wurden nicht auf gesundheitliche Risiken untersucht, obwohl zumindest Isoxaflutol offiziell im Verdacht steht, krebserregend zu sein. (www.testbiotech.org)

2. Mai 2017

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Bild: Slow Food International

Fusion von Bayer & Monsanto - Streitschrift gegen die Ohnmacht der Wettbewerbskontrolle

Die drei aktuellen Mega-Fusionen der Agrar- und Chemiekonzerne Bayer und Monsanto, Dow und Dupont sowie ChemChina und Syngenta rufen auf der ganzen Welt Protest hervor. Denn sie gefährden die Zukunftsperspektiven bäuerlicher, ökologischerer Landwirtschaft und lokal angepasster Saatgutsysteme.

Eine neue Broschüre, herausgegeben von rund 20 verschiedenen deutschen Institutionen, informiert über die fusionswilligen Konzerne und ihre Motive für den Zusammenschluss sowie die zu erwartenden Folgen. Sie führt ein in das Wettbewerbsrecht und die Bedingungen, unter denen heute Fusionskontrolle und die Begrenzung von Konzernmacht stattfindet. Weil diese Praxis unzureichend ist, werden Forderungen vorgestellt, dem entschieden gegenzusteuern.

Zur Broschüre

Meldungen |April 2017

19. April 2017

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Monsanto Tribunal: Rechtsgutachten veröffentlicht

Die fünf am Internationalen Monsanto-Tribunal beteiligten Jurist_innen veröffentlichten gestern ihr Rechtsgutachten. Darin legen sie dar, dass der Saatgut- und Agrarchemie-Konzern Monsanto - der von der Bayer AG übernommen werden soll - in zahlreichen Fällen die Menschenrechte auf Nahrung, Gesundheit und eine sichere und gesunde Umwelt verletzt hat. Darüber hinaus kritisieren sie die zunehmende Asymmetrie zwischen den Rechten transnationaler Unternehmen auf der einen und ihren Pflichten auf der anderen Seite.

Weitere Informationen:
www.monsantotribunal.org, Zusammenfassung des Rechtsgutachtens

18. April 2017

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Gentechnik gegen den Hunger? Für die FAO kein Thema

Immer wieder behaupten die großen Saatgutkonzerne, dass ihre gentechnisch veränderten Pflanzen notwendig seien, um die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Die Welternährungsorganisation FAO sieht das anders. In ihrem neuen Bericht zur Zukunft der Ernährung hat sie der Agro-Gentechnik nur einen einzigen Absatz gewidmet. Notwendig seien statt dessen innovative Ansätze wie die Agrarökologie oder Agro-Forst-Systeme, welche die natürlichen Ressourcen schützen und dennoch produktiv sind.

Weitere Informationen:
www.fao.org, www.keine-gentechnik.de

5. April 2017

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Syngenta-Deal abgesegnet

Heute hat die Wettbewerbsbehörde der EU die Übernahme des Schweizer Agrogiganten Syngenta durch den chinesischen Staatskonzern, ChemChina, bewilligt. Voraussetzung ist, dass der Konzern Teile seines europäischen Geschäftes mit Pflanzengiften und Wachstumsreglern veräussert, da man sonst Wettbewerbsverzerrungen befürchtet. Auch in den USA gab es ähnliche Vorbehalte. Mit Auflagen hat dann auch die US-Behörde zugestimmt.

Weitere Informationen:

> Pressemitteilung EU

> Friends of the Earth


 

 

Meldungen |März 2017

31. März 2017

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Gentechnik aus dem Baukasten

Amerikanische Firmen verkaufen Biologie-Baukästen, mit denen Bakterien gentechnisch verändert werden können. Nach schweizerischem und deutschem Gentechnikgesetz ist die Benutzung solcher Kits ausserhalb einer Forschungseinrichtung verboten. Und wie sich nun herausstellt, enthielt eines der Kits sogar Krankheitserreger. Mehr Informationen unter nzz.ch.

29. März 2017

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Genmais erneut vor EU-Zulassung?

Am 27. März haben die EU-Mitgliedstaaten über die Zulassung mehrerer Genmais-Sorten für den Anbau und Import abgestimmt. Es kam weder eine qualifizierte Mehrheit für oder gegen eine Zulassung zustande. Nun liegt die Entscheidung, ob die Genmais-Sorten zugelassen werden, bei der EU-Kommission. Und damit wird aller Voraussicht nach der Weg für den Genmais frei. Besonders bedenklich ist dies angesichts des Auftretens der Urform von Mais (Teosinte) in Spanien und Frankreich. Die Teosinte Pflanzen können mit transgenem Mais gemeinsame Nachkommen bilden, wodurch die Entstehung neuer Superunkräuter droht, die mehrere Bt-Insektengifte produzieren und resistent gegenüber Herbiziden sind. Weitere Infos: www.umweltinstitut.org, Testbiotech_ Anbau von Gentechnik Mais Risiken nicht unter Kontrolle

Bild:www.fotolia.com

24. März 2017

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Gekaufte Wissenschaft

Seit 2011 gilt die EU-Pestizidverordnung 1107/2009, die eigentlich eine Wiederzulassung des gefährlichen Pestizids Glyphosat verhindern sollte. Monsanto und andere Glyphosat-Hersteller kämpfen aber mit allen Mitteln darum, ihr Herbizid vor dem drohenden Verbot zu retten. Global2000 hat sich die Tricks genauer angesehen. Den vollständigen Bericht zum Download finden Sie hier. Weitere Infos: www.global2000.at

14. März 2017

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USA: Ablehnung gegen Gentech-Zucker

Die Zuckerrüben-Anbauer in den USA geraten zunehmend unter Druck. Immer mehr große Lebensmittelunternehmen wollen für ihre Produkte keinen Zucker mehr aus gentechnisch veränderten Zuckerrüben. Sie reagieren damit auf die steigende Nachfrage nach «nicht-GVO»-Produkten. Da nahezu alle der in den USA angebauten Zuckerrüben gentechnisch verändert sind, steigt die Nachfrage nach Zuckerrohr. (www.transgen.de)

13. März 2017

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Künstliches Genom der Backhefe

Forscher kommen dem Ziel immer näher, das gesamte Erbgut eines komplexen Organismus nachzubauen: Inzwischen haben sie ein Drittel des Genoms der Backhefe künstlich im Labor erzeugt. Bereits vor drei Jahren wurde das erste Chromosom eines Hefepilzes synthetisiert, nun sind weitere fünf hinzugekommen. (www.spiegel.de)

01. März 2017

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Ständerat für Moratoriumsverlängerung

Heute hat auch der Ständerat - wie zuvor schon mehrheitlich der Nationalrat - für eine weitere Verlängerung des geltenden Anbaumoratoriums für gentechnisch veränderte Pflanzen gestimmt. Das Moratorium soll weitere vier Jahre gelten. Eine Minderheit, die eine achtjährige Verlängerung forderte, konnte sich nicht durchsetzen. Eine Mehrheit allerdings bekam auch die Ablehnung der Forderung nach einer gesetzlich verankerten Koexistenz: Also dem Anbau von gv-Pflanzen neben konventionellem oder ökologischem Anbau.

biorespect begrüsst zwar, dass die Schweizer Landwirtschaft weiter gentechfrei bleibt. Wir fordern aber endlich eine Verankerung eines gesetzlich geregelten Verbotes des Anbaus von gv-Pflanzen in der Schweiz. So wird es weiterhin Diskussionen um eine Aufweichung des Verbotes in der Schweiz geben. Dabei ist die Bevölkerung und die Landwirtschaft gegen Gentechnik in Pflanzen und Lebensmitteln. 

Weitere Infos:

>Medienmitteilung Ständerat

>Medienmitteilung biorespect

 

Meldungen |Februar 2017

27. Februar 2017

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Auftrieb für Konzernverantwortungsinitiative: Frankreich führt Sorgfaltsprüfungspflicht ein

Frankreich hat letzte Woche eine Sorgfaltsprüfungspflicht für multinationale Konzerne verabschiedet und setzt damit den Kern der Uno-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte um. Die Verabschiedung dieses «devoir de vigilance», also der Sorgfaltsprüfungspflicht, ist vorbildlich.

Die Konzernverantwortungsinitiative fordert die Einführung eines analogen Mechanismus: Schweizer Konzerne sollen den Schutz der Menschenrechte und Umwelt verbindlich in ihre Geschäftsabläufe einbauen.

Weitere Infos: Medienmitteilung Konzernverantwortungsinitiative

27. Februar 2017

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EU einig gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

Die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten haben heute beschlossen, gemeinsam gegen Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Zucht vorzugehen. Die EU-Staaten wollen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass das Europäische Patentamt (EPA) die bestehenden Verbote schärfer auslegt und die Praxis der Patenterteilung ändert.

Weitere Infos: Medienmitteilung "no patents on seeds" EU_gegen_Patente

24. Februar 2017

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NIPT: NEK nimmt Stellung

Heute Freitag stellte die Nationale Ethikkommission für den Humanbereich ihre Stellungnahme zu den umstrittenen pränatalen Bluttests vor. Die Einschätzung ist wenig prägnant und verlangt lediglich eine zuverlässige Beratung der werdenden Eltern. biorespect dagegen fordert auch weiterhin die bislang fehlende, gesellschaftliche Debatte über die Auswirkungen der pränatalen Gendiagnostik.

> Medienmitteilung NEK

> Medienmitteilung biorespect

20. Februar 2017

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Genscheren für zu Hause

Genome von Lebewesen beliebig verändern – ein Traum für Wissenschaftler, aber auch ein Traum für Hobby-Biologen? Vor allem US-Firmen bieten Do-it-yourself-Kits (DIY) an, mit denen das Erbmaterial dank sogenannter Genscheren in der heimischen Stube modifiziert werden kann. Die Zerschneidung fällt in einen rechtlichen Graubereich, da diese Art von Genscheren auch natürlich in den Bakterien vorkommen.

Weitere Infos: Taz.de

20. Februar 2017

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Gentech-Apfel in den USA auf dem Markt

Im Februar könnten erste Gentech-Äpfel in die Regale amerikanischer Lebensmittelgeschäfte gelangen. Der "Arctic Apple" wurde mittels Gene-Editing gentechnisch so verändert, dass er sich nicht mehr braun verfärbt, wenn er aufgeschnitten wird. Dank des anhaltenden öffentlichen Drucks haben bereits verschiedene Nahrungsmittelkonzerne, darunter McDonald's und Wendy's verlauten lassen, dass sie den umstrittenen Apfel nicht verkaufen werden. Auch die Vereinigung der Apfelproduzenten hat sich gegen den Apfel aus dem Labor ausgesprochen.

Weitere Infos: Schweizer Allianz Gentechfrei, Friends of the Earth

16. Februar 2017

Gene_bbc.jpgBild:bbc.com

Keimbahnmanipulation light

Noch 2015 haben Wissenschaftler auf einem internationalen Symposium in Washington für ein Moratorium für Eingriffe in die Keimbahn plädiert. Vor wenigen Tagen traf sich die Wissenschaftscommunity wieder: Jetzt sieht man einem Eingriff in das Erbgut von Embryonen mit weniger Bedenken entgegen. Die gezielte Veränderung des Erbgutes eines Embryos soll aber streng reguliert und nur unter besonderen Voraussetzungen zur Vermeidung der Vererbung einer schweren Erbkrankheit erfolgen. In GB und Schweden laufen derzeit Forschungsprojekte mit Embryonen, die allerdings nicht zur Reproduktion verwendet werden dürfen. Versuche in China waren bisher nicht von Erfolg gekrönt. So fordert die Wissenschaftsgemeinde erst einmal auch mehr Forschung. Eine Anwendung müsse streng reguliert werden, um die Verwendung des Verfahrens ausserhalb medizinischer Zwecke, zur Veränderung von Eigenschaften, zu verhindern.

Weitere Infos: National Academie of Science, USA, Science Mag.