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Meldungen | August 2020

4. August 2020  

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Teurer Glyphosat-Vergleich für BAYER

Wegen eines milliardenschweren Vergleichs im Streit um das Glyphosat-Mittel Roundup erlitt Bayer im zweiten Quartal einen hohen Verlust. Bayer hatte den Vergleich um das Spritzmittel Roundup der Konzerntochter Monsanto Ende Juni erzielt. Zur Beilegung von aktuell etwa 125.000 Klagen von Roundup-Nutzern gegen die US-Tochter Monsanto soll der Konzern bis zu 10,9 Milliarden Dollar zahlen. (www.spiegel.de)

Meldungen | Juli 2020

29. Juli 2020  

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Gentech-Industrie, Pestizide und leere Versprechungen

Angelika Hilbeck, Agrarökologin an der ETH-Zürich, zerpflückt in einem Interview die leeren Versprechungen der Gentech-Forschung und -industrie. Bisher ist nichts zu sehen von den angekündigten trockenresistenten Pflanzen oder dem Beitrag für die Welternährung. Die Produkte auf dem Markt dienen nur der Gewinnmaximierung der Agromultis und führen zu weiterer Abhängigkeit der LandwirtInnen. Die negativen Auswirkungen genmanipulierter Pflanzen werden unter den Tisch gekehrt. Gut, dass es WissenschaftlerInnen gibt, die der fatalen Entwicklung etwas entgegen setzen. (Spektrum.de)

22. Juli 2020  

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Hype um Impfstoffentwicklung

Zur Zeit überschlagen sich die Meldungen über mögliche Impfstoffkandidaten gegen das neuartige CoVid-19 Virus. Bereits über 170 Teams arbeiten weltweit fieberhaft an einem Wirkstoff, denn es winken auch grosse Gewinne. Bisher hat es aber nur eine Handvoll in die klinische Prüfphase geschafft. Ob einer dieser Kandidaten überhaupt wirksam und auch sicher ist, ist völlig offen. Besonders vorsichtig muss mit genbasierten Impfstoffen umgegangen werden: Diese haben ein sehr hohes, bisher noch unbekanntes Risikopotenzial. Deshalb sind hohe Sicherheitsstandards notwendig. (Schweizerische Ärztezeitung)

10. Juli 2020  

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Brasilien lässt Dicamba zu

Zuständige Behörden in Brasilien haben den Unkrautvernichter der Bayer-Tochter Monsanto zugelassen. Der Einsatz von Dicamba ist hochum-stritten. Das Mittel wird auf GV-Soja und -Baumwolle gesprüht. Falls es jedoch auf nahe gelegene Getrei-defelder geweht wird, die nicht resistent sind, kann es zu Schäden an den Pflanzen kommen. Ein US-Gericht hatte im Juni Verkauf und Verwendung des Unkrautvernichters mit der Begründung untersagt, die Risiken im Zusammenhang mit Dicamba würden unterschätzt. Laut Bundesamt für Verbraucher-schutz und Lebensmittelsicherheit ist Dicamba auch in Deutschland zugelassen. Der Wirkstoff ist als Bestandteil in einigen Rasendüngern enthalten. (spiegel.de)

2. Juli 2020  

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(Bild: abendzeitung-muenchen.de)

Grosser Erfolg: Kein Patent auf gentechnisch veränderte Schimpansen!

Aus ethischen Gründen hat das Europäische Patentamt EPA zwei Patente auf gentechnisch veränderte Menschenaffen für ungültig erklärt. Schon 2012 wurden die Einsprüche von NGOs eingelegt. Die US-Firma Precigen hatte Schimpansen und andere Tiere als 'Erfindung' beansprucht. In das Erbgut dieser Tiere sollten laut Patent Gene aus Insekten eingefügt werden. Der aktuelle Entscheid könnte zu einem Wendepunkt führen, denn die Patentierung von Tieren ist in Europa heftig umstritten.

Weitere Informationen: Testbiotech

1. Juli 2020  

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Jede Stimme zählt: JA zur Konzerninitiative am 29. November 2020!

Der Termin für die Abstimmung steht fest: Am 29. November kommt die Konzernverantwortungsinitiative vors Volk. biorespect unterstützt die Initiative. Auch für Schweizer Konzerne muss weltweit Schluss sein mit Umweltzerstörung und Verletzung von Menschenrechten. Holcim, Glencore & Co müssen endlich Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

 

Meldungen | Juni 2020

26. Juni 2020  

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Webinar: Saatgutvielfalt für alle

Wie wichtig die lokale Landwirtschaft für eine gesicherte Versorgung der Menschen mit Nahrungs-mitteln ist, führt die Covid-19 Pandemie uns neu vor Augen. Lokale, ökologische Produkte und direkte Lieferketten erfahren eine nie dagewesene Wert-schätzung. Experten beleuchten am Webinar die strategische Bedeutung des bäuerlichen Saatguts für eine nachhaltige Ernährung weltweit. (Anmeldung unter www.swissaid.ch)

24. Juni 2020  

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Risiken für Kinder bei künstlicher Befruchtung unterschätzt

Das hört die Reproduktionsmedizin auch hier in der Schweiz nicht so gern: Kinder, die mittels einer IVF gezeugt werden, haben ein höheres Risiko für Früh-geburten oder Fehlbildungen als durch natür-liche Zeugung. Der Chefarzt der Reproduktionsmedizin des Inselspitals Bern findet in einem Beitrag im Deutschen Ärzteblatt deutliche Worte. Die Risiken dürfen nicht länger unter den Tisch gekehrt werden! Klient*innen müssen ausführlich aufgeklärt werden! (NZZ)

22. Juni 2020  

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GV-Maissamen nach Europa verkauft

Der Fall des gentechnisch verunreinigten Mais-Saatguts «Sweet Wonder» hat eine erheblich größere Dimension als bisher angenommen: Von der betroffenen Charge eines amerikanischen Züchters wurden rund 13 Millionen Samen in insgesamt sieben europäische Länder verkauft. Diesen Stand der Ermittlungen teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf Anfrage mit.(www.keine-gentechnik.de)

18. Juni 2020  

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(Bewertung von Embryonen - babygest.com)

Empfehlungen für Embryonenselektion

Die Akademien der Wissenschaften der Schweiz SAMW haben ihre Empfehlung zur Durchführung der Präimplantationsdiagnostik veröffentlicht. So soll in den Schweizer Reproduktionszentren ein einheit-licher Ablauf gewährleistet sein. Es gibt jetzt Leit-linien zur doppelten Selektionsmöglichkeit - mittels PID wird nach einer bestimmten genetischen Auffälligkeit gesucht. Dazu können die Embryonen noch auf die beste Entwicklungsmöglichkeit hin gescreent werden. Die Empfehlungen schliessen auch Kriterien für das Ranking ein, nach dem Embryonen aufbewahrt oder gleich vernichtet werden. biorespect hält die genetische Selektion von Embryonen für ethisch bedenklich. > Empfehlungen SAMW-1.jpg

11. Juni 2020  

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Fortpflanzungsmedizin auch für lesbische Paare 

Heute hat sich der Nationalrat mehrheitlich für die Ehe für alle ausgesprochen. Das wurde auch höchste Zeit, denn die Schweiz ist eines der Schlusslichter bei der Gleichberechtigung gleich-geschlechtlicher Paare. Der Zugang zu fortpflanz-ungsmedizinischen Verfahren, namentlich zur Samenspende, war dabei umstritten. Auch hierzu fand sich jetzt im NR eine Mehrheit. Der Entscheid bedeutet, dass das Fortpflanzungsmedizi-gesetz neu angegangen werden muss. Die Befürworter-Innen aller möglicher Verfahren, wie Leihmutter-schaft und Eizellenspende stehen schon in den Startlöchern, denn so liesse sich das lukrative Repro-Geschäftsfeld noch ausweiten. (Parlament.ch)

8. Juni 2020  

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Lebensgefährliche Kinderwunschbehandlung 

Nach dem Tod einer Frau infolge einer Behandlung in einer privaten Kinderwunschklinik sind die beiden anderen Betroffenen am Samstag weiter in Kranken-häusern in Wien und Niederösterreich intensivmedi-zinisch betreut worden. Durchgeführt wurden bei allen drei Frauen sogenannte Follikel-Punktionen, danach wurden sie nach Hause entlassen. Stunden später kam es zu Komplikationen.(www.derstandard.at)

4. Juni 2020  

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Konzerninitiative kommt vors Volk!

Heute Nachmittag hat die Einigungskonferenz des eidg. Parlaments beschlosssen, dass sie dem Plenum von National- und Ständerat den Alibi-Gegenvorschlag vorlegen wird. Damit hat sich die Konzernlobby auf ganzer Linie durchgesetzt. Das bedeutet: Im November 2020 wird vom Volk abgestimmt, ob sich Glencore, Syngenta & Co weiter aus der Verantwortung stehlen können. Jetzt braucht es Unterstützung, denn die Konzernlobby investiert 8 Mio für die NEIN-Kampagne. >Konzern-Initiative.

2. Juni 2020  

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Gift auf dem Teller 

Importierte Lebensmittel enthalten Rückstände zahlreicher toxischer Pestizide, die bei uns verboten sind. Das zeigen exklusive Recherchen von Public Eye, welche auch eine lückenhafte Schweizer Gesetzgebung und deren lasche Umsetzung ans Licht bringen. Ein neuer EU-Bericht belegt den dringenden Handlungsbedarf des Bundesrats und der Behörden.

 

Meldungen | Mai 2020

27. Mai 2020  

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Pestizide im Trinkwasser

Der SRF berichtet, dass die Grenzwerte für Pestizide im Schweizer Trinkwasser stellenweise um 22% überschritten werden. Wen wundert es? Pestizide, die massenhaft auf dem Acker ausgebracht werden, landen irgendwann auch in unserem Trinkwasser. Weltweit verseucht die intensive Landwirtschaft die Böden und die Umwelt. Konzerne wie Syngenta verdienen daran. Gerade die Schweizer Landwirtschaft täte gut daran, insgesamt auf ökologische Produktion umzusteigen. Das wäre ein Qualitätsmerkmal! (SRF)

25. Mai 2020  

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Babys in der Warteschleife 

Leihmütter tragen ein Kind aus, die Eltern aus dem Ausland holen es kurz nach der Geburt: In der Ukraine ist dies eine ganze Industrie. Gebärkliniken und unzählige Vermittlungsorganisationen arbeiten eng zusammen. In der Corona-Krise funktioniert das fragwürdige Modell allerdings nicht mehr.(www.tagesschau.de)

14. Mai 2020  

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Europäisches Patentamt (EPA) München, D

EPA: Patente auf Pflanzen und Tiere können verboten werden

Die Grosse Beschwerdekammer des EPA hat geurteilt, dass Pflanzen und Tiere aus "im Wesentlichen biologischen" Züchtungsverfahren nicht patentierbar sind.  Ein Schritt in die richtige Richtung! Jetzt braucht es dringend weitere politische Entscheidungen, um rechtliche Schlupflöcher zu schliessen. Der Zugang zur biologischen Vielfalt, die für die Züchtung benötigt wird, darf nicht durch Patentinhaber kontrolliert, behindert oder blockiert werden. biorespect unterstützt die Kampagne für ein Verbot von Patenten auf Leben. (Keine Patente auf Saatgut)

8. Mai 2020  

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Umsatz mit «Ohne-GT-Lebensmitteln» wächst

In Deutschland wurden 2019 rund 11,3 Milliarden Euro für Lebensmittel ausgegeben, die das «Ohne Gentechnik – Siegel» tragen. Gegenüber 2018 bedeute das eine Steigerung von 15 Prozent, mel-dete der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), der dieses Siegel vergibt. Für das laufende Jahr rechnet er mit einem weiteren Anstieg von min-destens fünf Prozent. (www.keine-gentechnik.de)

5. Mai 2020  

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Buggingen (D): Ackerbesetzung vor 25 Jahren

Vor 25 Jahren, am 1. Juni 1995, begann die erste Ackerbesetzung gegen die geplanten Freilandversuche für gentechnisch veränderten Mais im südbadischen Buggingen bei Freiburg. Auch biorespect war damals dabei. Details sind hier zu finden.

5. Mai 2020  

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Gentechmücken werden freigesetzt

DIe US-Behörde EPA genehmigt eine massenhafte Freisetzung gentechnisch manipulierter Mücken der Gattung Aedes aegypti, die Viruserkrankungen wie Gelbfieber oder Zika übertragen kann. Auch wenn es seit 2016 keine Vorkommen des Zika-Virus in der Region mehr gab, soll in diesem Sommer in den Florida Keys. Im kommenden Jahr kommt dann die Umgebung von Houston, Texas - eine Region mit 4 Mio Einwohnern dran. Die britische Biotechfirma Oxitec hat die Mücken so manipuliert, dass nur die männlichen Nachkommen überleben sollen. Das Risiko, dass sich eine Hybridpopulation ausbildet, ist allerdings hoch, denn einige der manipulierten weiblichen Mücken überleben. (GM Watch)