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Meldungen | Juni 2019

14. Juni 2019

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Österreich erwägt Glyphosatverbot

Gestern begann eine neue Debatte um ein Verbot von Glyphosat in Österreich. Die SPÖ beantragt im Nationalrat ein Verbot auf Bundesebene und es sieht so aus, als würden auch die FPÖ und die Fraktion JETZT dem zustimmen. Eine Abstimmung ist schon am 2. Juli geplant. Das Verbot dürfte in Brüssel auf Widerstand stossen. (www.derstandard.at)

13. Juni 2019

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Russischer Forscher will Embryonen manipulieren

Der russische Forscher Rebrikow plant, HIV-infizier-ten Frauen Embryonen einzusetzen, die er zuvor per Gentechnik vor einer Ansteckung mit dem Aids-Erreger geschützt haben will. Er wäre nach dem Chinesen He Jiankui wohl der zweite Mensch, der solch ethisch hochumstrittenen Experimente durch-führt. Rebrikow möchte für die Versuche allerdings eine Genehmigung der Behörden abwarten. (www.spiegel.de)

11. Juni 2019

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Gene Drives mit grösster Vorsicht behandeln

Zu diesem Schluss kommt der Report der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), der Critical Scientists Switzerland (CSS) und des European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility (ENSSER). Es gebe erhebliche Wissenslücken und viele Erwartungen bezüglich Gene Drives seien unrealistisch. Die Technik sei im Sinne des Vorsorgeprinzips zum jetzigen Zeitpunkt nicht einsatzfähig (www.tagesspiegel.de). Bericht Gene Drives

10. Juni 2019

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Gentechnikfreies Vitamin B2 für die Tierhaltung

Zusammen mit dem Forschungsinstitut für Biologische Landwirtschaft (FiBL) hat die Firma Agrano ein Bio-zertifiziertes Einzelfuttermittel mit hohem Gehalt an Vitamin B2 ohne Gentechnik entwickelt. Gentechnikfrei hergestelltes Vitamin B2 gab es bis vor kurzem nicht mehr. Denn im vergangenen Jahr hat auch der weltweit letzte grosse Anbieter von GV-frei hergestelltem Vitamin B2 auf Gentechnik umgestellt (www.fibl.org).

3. Juni 2019

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Los Angeles klagt gegen Monsanto

Neuer juristischer Ärger für Bayer und seine um-strittene US-Tochter Monsanto: Der Landkreis Los Angeles wirft Monsanto vor, vor Jahrzehnten Umweltschäden angerichtet zu haben - und hat in Kalifornien eine entsprechende Klage eingereicht. Das Unternehmen müsse sich an den Kosten für die Säuberung von Dutzenden mit PCB-Chemikalien verseuchten Gewässern beteiligen und Schadens-ersatz zahlen, fordern die Kläger. (www.spiegel.de)

 

Meldungen | Mai 2019

25. Mai 2019

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Novartis: Teuerstes Medikament der Welt

Der Pharmariese Novartis hat in den USA die Zulassung für eine Gen-Therapie erhalten, die mit einem Preis von gut zwei Millionen Dollar pro Einmaldosis die teuerste Arznei der Welt ist. Die Behörde FDA genehmigte am Freitag den Einsatz von Zolgensma bei Kindern unter zwei Jahren zur Behandlung der Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA). (www.spiegel.de)

23. Mai 2019

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USA: Eltern nutzen Sperma von verstorbenem Sohn

Ein 21-Jähriger aus dem US-Bundesstaat New York stirbt nach einem Skiunfall. Weil er immer Kinder wollte, dürfen seine Eltern nun sein eingefrorenes Sperma nutzen, um Enkel zeugen zu lassen. In der Schweiz verbietet das Fortpflanzungsmedizingesetz (FmedG) ein solches Vorgehen. (www.spiegel.de)

18. Mai 2019

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March 2019: Against Bayer und Syngenta

Bereits zum fünften Mal wurde am March against Bayer & Syngenta am 18. Mai 2019 in Basel für einen Paradigmenwechsel in der Landwirtschaft demonstriert. Die weit über 2000 Teilnehmenden, darunter auch biorespect, forderten lautstark eine Umsetzung von echtem Umwelt- und Klimaschutz. (www.multiwatch.ch)

17. Mai 2019

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EU: Gentechnikrecht soll überarbeitet werden

Eine Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten hat sich beim Agrarrat diese Woche dafür ausgesprochen, dass die nächste Europäische Kommission das Gentech-nikrecht zeitnah  überarbeiten soll. Das sei eine Konsequenz aus dem Urteil des Europäischen Ge-richtshofs (EuGH) vom Juli 2018. Die Frage, ob dabei neue gentechnische Verfahren wie Crispr-Cas9 als Gentechnik reguliert bleiben sollen, ist in Europa weiter umstritten. (www.keine-gentechnik.de)

16. Mai 2019

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Umfrage: Künstliche Befruchtung und Beratung

Aus gegebenem Anlass recherchiert biorespect zur Aufklärung und Beratung vor einer In-vitro-Fertilisation. Sind auch Sie davon betroffen? Wir interessieren uns, wie gut Sie im Vorfeld einer Kinderwunschbehandlung aufgeklärt und beraten wurden. Sie können anonym unseren Fragebogen online ausfüllen. Auf der Seite finden Sie auch weitere Informationen sowie unsere Kontaktdaten, für den Fall, dass Sie uns noch mehr mitteilen möchten. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

10. Mai 2019

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Die Trauben und der Tod

Eine Flasche Wein aus dem bekannten Weinbaugebiet Bordeleis bei Bordeaux kann mehrere Tausend Euro kosten. Nun machen zwei einheimische Frauen öffentlich, dass Winzer dort sehr viele Pestizide spritzen – und Menschen davon schwer krank werden. (www.sueddeutsche.de)

13. Mai 2019

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Genom-Editierung ist nachweisbar

Das Europäische Netzwerk der GVO-Laboratorien (ENGL) hat einen Bericht zur Nachweisbarkeit der Produkte der neuen gentechnischen Verfahren (NGV) veröffentlicht. Aus dem Bericht geht hervor, dass dieser Nachweis einfach ist, wenn die NGV dem Gentechnikrecht unterliegen. Denn in diesem Fall müssen die Herstellerfirmen Referenzmaterial und Nachweismethode mitliefern. (www.gmwatch.org)

9. Mai 2019

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Kein Patent auf Lachs!

Die Organisation no patents on seeds startet einen Einspruch gegen das vom Euopäischen Patentamt erteilte Patent EP1965658, in dem Fischfutter, die Haltung von Lachsen, die Lachse selbst sowie das von ihnen stammende Fischöl als Erfindung beansprucht werden. biorespect unterstützt den Einspruch. Unterschreiben auch Sie >hier

6. Mai 2019

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Umfrage: IVF und Beratung

Aus gegebenem Anlass recherchiert biorespect zur Aufklärungs- und Beratungssituation im Rahmen einer künstlichen Befruchtung. Uns interessiert, wie gut Sie im Vorfeld informiert wurden. Wenn Sie jemanden kennen oder selbst betroffen sind, würden wir uns freuen, wenn Sie an unserer Umfrage teilnehmen. Unter www.biorespect.ch/fragebogen-ivf können Sie unseren Fragebogen zum Thema anonym ausfüllen - vielen Dank!

3. Mai 2019

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Kampagne für Eizellenspende 

Am 15. Mai findet am Unispital Zürich eine Diskussionsveranstaltung statt, die vermuten lässt, dass die Fortpflanzungslobby eine neue Kampagne zur Aufweichung des Fortpflanzungsmedizingesetzes startet. Vertreten sind ProCrea, ein Kinderwunschzentrum, das massiv für die Eizellenspende wirbt, einschlägig bekannte Parlamentarier, bis hin zur Präsidentin der Nationalen Ethikkommission. Hinter der Kampagne steckt die Agentur, die bereits bei der Abstimmung zur Präimplantationsdiagnostik erfolgreich für die Befürworter tätig war. Ein Muss-Termin also für alle, die sich kritisch mit dem Thema befassen.

>Flyer zur Veranstaltung -1.jpg 

 

Meldungen | April 2019

23. April 2019

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Schluss mit hochgefährlichen Pestiziden, Syngenta!

Eine Recherche von Public Eye zeigt, dass als «hochgefährlich» klassifizierte Pestizide, die in der Schweiz und der EU verboten sind, in Entwicklungs- und Schwellenländern weiterhin massiv eingesetzt werden. Dieser giftige aber höchst lukrative Handel ist integraler Bestandteil des Geschäftsmodells des Basler Agrarmultis Syngenta. Unterschreiben Sie hier die Petition!

18. April 2019


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NEKAH zum Thema Gene-Drives 

Die Nationale Ethikkommission für den Ausserhumanbereich befasste sich mit dem Bereich der «Gene-Drives» und veröffentlichte Empfehlungen für den Umgang mit solchen Verfahren. Die Kommission fordert weiterhin eine konsequente Umsetzung des Vorsorgeprinzips. (www.ekah.admin.ch)

16. April 2019

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Affenhirn mit Menschen-Gen

Um die Intelligenz des Menschen zu erforschen, haben chinesische Forscher menschliche Gene in Affenhirne verpflanzt. Das Gen MCPH1 wurde elf Rhesusaffen eingesetzt. Von den genveränderten Tieren überlebten allerdings nur fünf. Chinesische ForscherInnen lancieren immer öfter Projekte, die ethisch hochumstritten sind und deshalb unbedingt kritisch hinterfragt werden müssen.(www.spiegel.de)

15. April 2019

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Genom-editierte Organismen gelten in China als GVO

Das chinesische Ministerium für Landwirtschaft (MARA) hat beschlossen, dass alle genom-editierten Produkte unter die gesetzliche GVO-Regulierung des Landes fallen. Allerdings deutet MARA auch an, dass es in Zukunft für gewisse genom-editierte Produkte ein erleichtertes Zulassungsverfahren geben könnte. (www.gmwatch.ch)

9. April 2019

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Genom-editiertes Sojaöl in den USA auf dem Markt - als nicht GVO

In den USA ist dieses Jahr die erste Sojapflanze auf den Markt gekommen, die mit den neuen gentechnischen Verfahren manipuliert worden ist. Das Genom der Sojapflanzen wurde mit der Genschere TALEN (Transcription Activator-Like Effector Nuclease) manipuliert. Weil keine artfremden Gene hinzugefügt wurden, gelten die Sojabohnen in den USA rechtlich nicht als GVO und müssen somit auch nicht als solche gekennzeichnet werden. (www.gmwatch.org)

Mehr Info: Testbiotech-Bericht "Am I regulated?"

1. April 2019

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Neues CRISPR-Tool CasX

CasX, ein neu entdeckter Enzymkomplex, könnte sich als noch mächtiger herausstellen als die Genschere CRISPR/Cas9. Der neue Komplex eignet sich besonders für den Einsatz in der Humanmedizin. Damit könnte CasX einen gewaltigen aber fragwürdigen Schritt hin zum Editieren des menschlichen Genoms darstellen. (www.spreezeitung.de)