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Meldungen | November 2019

11. November 2019 

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SAMW-Publikation zur personalisierten Medizin

Angehörige verschiedener Gesundheitsberufe müs-sen für die Umsetzung der personalisierten Medizin neue Fähigkeiten erwerben. Vor diesem Hintergrund hat die SAMW entsprechende Grundlagen erar-beitet. Das Dokument konzentriert sich auf medizin-ische Aspekte: Genetik, Onkologie, Pharmakogen-omik, datenbasierte Wissenschaften, aber auch Public Health. Das letzte Kapitel widmet sich den rechtlichen, ethischen und psychosozialen Aspekten.

7. November 2019 

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Bild: gen-ethisches-netzwerk.de

Zugriff auf Genetische Daten 

biorespect weist seit geraumer Zeit darauf hin, dass genetische Daten, die in Datenbanken gelagert werden, nicht sicher sind. Dies betrifft insbesondere private Gendatenbanken. Ein aktuelles Beispiel aus den USA zeigt nun, dass Ermittlungsbehörden auf Gendaten zugreifen können und dies auch in grossem Massstab tun und vorhaben. Jede/r, die oder einen privat zugänglichen Gentest zur Abstammung oder Ähnlichem durchführen lässt und die Daten dann in Portalen wie beispielsweise bei 23andmeAncestry.com, oder Myheritage.com hochlädt, muss sich darüber im Klaren sein, dass diese sensiblen genetischen Daten nicht sicher vor einem Zugriff von Behörden sind. (NY-Times)

 

5. November 2019 

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Deutschland: Neue Gentechnik muss reguliert bleiben

Die Präsidentin des deutschen Bundesamtes für Naturschutz, Beate Jessel, erwartet von der Agrarindustrie, dass sie die Nachweismethoden für genomeditierte Pflanzen beim Zulassungsantrag mitliefert. Das sei gesetzlich vorgeschrieben und müsste auch im eigenen Interesse der Hersteller sein, sagte Jessel gestern bei einer Anhörung im deutschen Bundestag. Sie widersprach damit der Argumentation, neue Gentechnikverfahren könnten mangels Nachweisbarkeit nicht reguliert werden. (www. keine-gentechnik.de)

 

Meldungen | Oktober 2019

30. Oktober 2019

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Bild: spektrum.de

Risikoabschätzung von gv-Pflanzen ungenügend

Das unabhängige, international hochkarätig besetzte Projekt RAGES, (für die Schweiz dabei: CSS - Critical Scientists Switzerland) schaut seit 2016 der Praxis der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA und der Schweizer Behörden zur Prüfung von Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen auf die Finger.  Am 29. Oktober wurden erste Ergebnisse einer Überprüfung der Zulassungspraxis bei einem Workshop in der Schweiz vorgestellt. Ergebnis: Behörden gehen mit potenziellen Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen nicht angemessen um. Die Risikoprüfung ist nicht ausrecheichend und hält unabhängigen wissenschaftlichen Bewertungen nicht stand. >Weitere Infos

22. Oktober 2019

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Der künstliche Embryo rückt näher

ForscherInnen vom Salk Institute San Diego stellten aus reprogrammierten Mäuse-Stammzellen ein Gebilde namens «Blastoid» her, das dem Früh-stadium eines Embryos ähnelt. In sieben Prozent der Fälle konnten die ForscherInnen die Blastoiden sogar dazu bringen, sich im Uterus scheinschwan-gerer Mäuse einzunisten. (www.derstandard.de)

21. Oktober 2019

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Schadenersatz für Bauern in Nicaragua

In den 1980er Jahren besprühten nicaraguanische Landarbeiter Bananen mit dem «Spermienkiller» Fumazine und erkrankten. Vergangene Woche wurden in Sachsen-Anhalt (D) Teile eines Chemie-unternehmens gepfändet. Was lange währte, könnte mehr als 1000 nicaraguanischen Familien insge-samt 850 Millionen Euro Schadenersatz bringen. (www.keine-gentechnik.de)

17. Oktober 2019

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Pestizidrebellen von Mals geben nicht auf

Vor fünf Jahren entschieden die Bürger der Gemeinde Mals in Südtirol, die erste pestizidfreie Gemeinde Europas zu werden. Der Gemeinderat verabschiedete eine Verordnung, die das Ausbringen von Pestiziden auf Gemeindegebiet praktisch untersagt. Das liess die Apfel- und Pestizidlobby nicht ruhen: Ein Bozener Gericht kippte den Bürgerentscheid nun. Jetzt klagen die Malser vor dem obersten Gericht Italiens. Biorespect unterstützt den Kampf gegen Pestizide. Das Buch und die DVD "Das Wunder von Mals" zeigt die Hintergründe. Wir haben noch wenige Exemplare!

16. Oktober 2019

DNA-Tests bringen Probleme

10vor10 berichtet das, wovor biorespect schon lange warnt: Die Anwendung nicht-medizinischer Gentests nimmt auch in der Schweiz rasant zu. Mit teils problematischen Folgen, denn die Testergebnisse aus dem Internet oder über den Ladentisch gekaufter Gentests sind nichtssagend oder können durch falsche Aussagen Ängste schüren. Infos dazu finden Sie auf dem zweisprachigen Webportal gen-test.info

9. Oktober 2019

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Bild: tagesspiegel.de

Eingriffe ins Erbgut - Essay-Wettbewerb

«Der Bund» schreibt einen Essay-Wettbewerb zum gesellschaftlich brisanten Thema möglicher Eingriffe ins menschliche Erbgut aus. Texte können noch bis Ende Dezember 2019 eingereicht werden. Der Wettbewerb kann Anstoss für die nötige gesellschaftliche Debatte zum Thema sein. Wir hoffen, dass sich viele kritische Stimmen finden werden. (Der Bund)

 

Meldungen | September 2019

20. September 2019

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D: Trisomie-Test wird Kassenleistung

Bluttests auf das Down-Syndrom und andere Trisomie-Formen sind seit 2012 auf dem Markt. Kosten für die Schwangeren: zwischen 130 und 540 Euro, je nach Anbieter. Künftig können die Kosten für Trisomie-Tests auch in Deutschland von den Krankenkassen getragen werden - allerdings angeblich eher im Ausnahmefall. (www.tagesschau.de)

19. September 2019

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Gene Drive: Gentechnisch manipulierte Mücken erstmals in Burkina Faso freigesetzt

Bereits im Juli wurden in einem Dorf in Burkina Faso ungefähr 5000 männliche, sterile  Moskitos freigelassen. Die Mücken sollen die Populationsdichte der Malaria übertragenden Mücken verringern. Im Labor hat sich die Wirksamkeit bestätigt. Allerdings bei Versuchen in Käfigen. Ob sich dies auch im Freiland bestätigt, ist zweifelhaft. Das Risiko ungewollter Ereignisse durch die Freilassung ist gross. Deshalb gibt es auch Kritik von Aktivisten aus der Region. (www.nzz.ch)

13. September 2019

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Brasilien: GV-Mücken entdeckt

Das Biotec-Unternehmen Oxitec hatte schon vor der Zika-Epidemie vor einigen Jahren  im Norden von Brasilien Mückenmännchen gentechnisch verändert und wieder ausgesetzt. Eine Studie belegt nun, dass sich noch immer  Spuren von den Gen-Mücken finden - einige haben offenbar überlebt.(www.spiegel.de)

9. September 2019

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Gentech-Anbau weltweit stagniert

2018 wurden auf 191,7 Millionen Hektar gentech-nisch veränderte Pflanzen angebaut. Damit wuchs die Fläche nur noch um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Internationale Service für die Nutzung von Gentechnik in der Landwirtschaft (ISAAA) mit. Verglichen mit 2016 zeigt sich, dass in mehreren Staaten wie Australien, Pakistan und den Philippinen die Anbauflächen leicht zurückgingen. In den USA wurde 2018 deutlich weniger Gentech-Mais angebaut als zwei Jahre zuvor, während Soja und Baumwolle zulegten. (www.keine-gentechnik.de)

6. September 2019

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D: Glyphosat-Verbot geplant

Das umstrittene Unkrautgift Glyphosat soll in Deutschland auf Ende 2023 verboten werden. Dann läuft vorrausichtlich auch die Genehmigung in der EU inklusive Übergangsfrist aus. Dies wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett in Berlin beschlos-sen. Bereits ab 2020 soll demnach die Anwendung deutlich eingeschränkt werden. Geplant ist unter anderem, die Verwendung für Haus- und Klein-gärten und öffentliche Flächen wie Parks zu unter-sagen. Außerdem soll es Einschränkungen für Bauern geben, darunter ein Anwendungsverbot vor der Ernte. Das soll etwa drei Viertel der in Deutsch-land eingesetzten Glyphosatmenge vermeiden.(www.spiegel.de)

3. September 2019

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Mini-Gehirne im Labor

Im Labor haben Forscher aus Stammzellen winzige Gehirne entwickelt, an denen elektrische Impulse gemessen wurden. Diese Hirnströme ähnelten denen von frühgeborenen Kindern, schreiben die Forscher um Alysson Muotri von der University of California in San Diego (Kalifornien, USA) im Fachmagazin «Cell Stem Cell». Andere Wissenschaftler sehen die Daten kritisch. Muotri und Kollegen sind sich bewusst, dass ihre Forschung auch gesellschaftliche und ethische Fragen aufwirft. (www.spiegel.de)