Spenden Sie jetzt

Meldungen | April 2019

16. April 2019

Unknown.jpeg

Affenhirn mit Menschen-Gen

Um die Intelligenz des Menschen zu erforschen, haben chinesische Forscher menschliche Gene in Affenhirne verpflanzt. Das Gen MCPH1 wurde elf Rhesusaffen eingesetzt. Von den genveränderten Tieren überlebten allerdings nur fünf. Chinesische ForscherInnen lancieren immer öfter Projekte, die ethisch hochumstritten sind und deshalb unbedingt kritisch hinterfragt werden müssen.(www.spiegel.de)

15. April 2019

genome editing.jpg

Genom-editierte Organismen gelten in China als GVO

Das chinesische Ministerium für Landwirtschaft (MARA) hat beschlossen, dass alle genom-editierten Produkte unter die gesetzliche GVO-Regulierung des Landes fallen. Allerdings deutet MARA auch an, dass es in Zukunft für gewisse genom-editierte Produkte ein erleichtertes Zulassungsverfahren geben könnte. (www.gmwatch.ch)

9. April 2019

4-illinois-soybean-high-yield-value.jpg

Genom-editiertes Sojaöl in den USA auf dem Markt - als nicht GVO

In den USA ist dieses Jahr die erste Sojapflanze auf den Markt gekommen, die mit den neuen gentechnischen Verfahren manipuliert worden ist. Das Genom der Sojapflanzen wurde mit der Genschere TALEN (Transcription Activator-Like Effector Nuclease) manipuliert. Weil keine artfremden Gene hinzugefügt wurden, gelten die Sojabohnen in den USA rechtlich nicht als GVO und müssen somit auch nicht als solche gekennzeichnet werden. (www.gmwatch.org)

Mehr Info: Testbiotech-Bericht "Am I regulated?"

1. April 2019

genome editing.jpg

Neues CRISPR-Tool CasX

CasX, ein neu entdeckter Enzymkomplex, könnte sich als noch mächtiger herausstellen als die Genschere CRISPR/Cas9. Der neue Komplex eignet sich besonders für den Einsatz in der Humanmedizin. Damit könnte CasX einen gewaltigen aber fragwürdigen Schritt hin zum Editieren des menschlichen Genoms darstellen. (www.spreezeitung.de)

 

Meldungen | März 2019

29. März 2019

images.jpg

Monsanto wird für Bayer zum Risiko

Zum zweiten Mal haben amerikanische Gerichte krebskranken Klägern hohe Millionensummen an Schadenersatz zugesprochen. Und der nächste Prozess steht schon an. Bayer gerät immer stärker unter Druck und ist bereits heute weniger wert als vor der Fusion mit Monsanto. (www.tagesschau.de)

28. März 2019

pharmazzeitung.de.jpg
Bild: pharazeutischezeitung.de

Social Freezing: Ein gutes Geschäft

Ein TASwiss Projekt hat das Einfrieren von Eizellen zur späteren Verwendung untersucht. In der Studie wird auf die Risiken für durch IVF gezeugte Kinder hingewiesen. Der Effekt von Social Freezing kann nicht eingeschätzt werden. Zu dünn ist die internationale Studienlage. In 2017 haben 400 Frauen ihre Eizellen in der Schweiz einfrieren lassen, um zu einem späteren Zeitpunkt mittels künstlicher Befruchtung ein Kind zu bekommen. Gewinner sind die Reprozentren. Kostet doch allein das Einfrieren der Eizellen etwa 6000 Franken. (TASwiss)

27. März 2019

download.jpg
mta.de

Biobanken: Weiter ungeregelt

Im Nationalrat wurde vor einigen Tagen eine Motion zur Regelung von Biobanken abgeschrieben. Sie wurde nicht innert zwei Jahren im Rat behandelt. Eine explizite gesetzliche Regelung zum Umgang mit heiklen genetischen und biologischen Daten wurde also wieder auf die lange Bank geschoben. Auf Ende Jahr soll ein Evaluationsbericht zum Humanforschungsgesetz vorliegen. Den will der Bundesrat abwarten. biorespect fordert dringend eine Regulierung. (admin.ch)

20. März 2019

Unknown.jpeg

Glyphosat verursacht Krebs

Erneut hat ein US-Gericht den Unkrautvernichter Roundup von Monsanto (jetzt Bayer) als krebsverursachend eingestuft. Eine weitere Klage gegen den Pharmamulti wurde daher zugelassen. Mehr als 11.000 Klagen werden in den USA erwartet. Das könnte Bayer teuer zu stehen kommen. Es wird höchste Zeit, Glyphosat weltweit zu verbieten. Auch hierzulande wird das Ackergift massenhaft versprüht. Der Bundesrat sieht aber keine Gesundheitsgefahren durch Glyphosat.  (nzz.ch)

19. März 2019

images.jpeg

Nationalrat kippt Eizellenspende

Heute Dienstag hat sich der Schweizer Nationalrat mit einer deutlichen Mehrheit (108 zu 62 Stimmen bei 9 Enthaltungen) gegen die Legalisierung der Eizellenspende ausgesprochen. Der politische Vorstoss von Rosmarie Quadranti (BDP/ZH) war schon länger auf Eis gelegen. Der Bundesrat spielt nun auf Zeit – und biorespect setzt alles daran, dass die Eizellenspende auch weiterhin verboten bleibt. (Medienmitteilung biorespect)

18. März 2019

Unknown.jpeg

Deutschland: Trisomie-Test auch als Kassenleistung

Nach langem Hin- und Her sollen die gesetzlichen Krankenkassen auch in Deutschland künftig die Kosten für einen vorgeburtlichen Bluttest auf das Downsyndrom übernehmen. Auf einen entsprechenden Beschlussentwurf hat sich das zuständige Entscheidungsgremium offenbar im Grundsatz geeinigt. In der Schweiz ist dies schon länger der Fall – was von biorespect nach wie vor kritisiert wird. (www.spiegel.de)

12.März 2019

Webbanner_Kovi_DE.png

Konzernlobby siegt im Ständerat

Die Konzernlobby hat in den letzten Wochen ganze Arbeit geleistet: Heute hat der Ständerat den Gegenvorschlag zur Konzerninitiative abgelehnt. Schweizer Konzerne sollen weiter weltweit gegen Menschenrechte verstossen und die Umwelt zerstören. Da zu erwarten ist, dass auch der Nationalrat einen Rückzieher macht, wird es zur Abstimmung der Initiative im Frühjahr 2020 kommen. Jetzt gilt es, diese zu unterstützen! (Weitere Infos)

8. März 2019


Unknown.jpeg

Geheime Glyphosat-Studien sollen veröffentlicht werden

Grüne Abgeordnete haben vor dem EU-Gericht in Luxemburg einen Sieg erzielt. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) darf Studien über das Krebsrisiko von Glyphosat nicht unter Verschluss halten – die Daten müssen freigegeben werden. (www.nzz.ch)

5. März 2019

download.jpg

Mensch-Tier-Chimären in Japan

Forscher in Japan dürfen künftig Tiere züchten, die menschliche Organe haben. Das Wissenschaftsministerium in Tokio hob laut der Nachrichtenagentur AFP mehrere Einschränkungen für das Einpflanzen menschlicher Stammzellen in Tieren auf. Dadurch erhofft man sich, den Mangel an Spenderorganen zu beseitigen. Die Technik ist aber längst nicht ausgereift. (www.spiegel.de)

5. März 2019

Unknown.jpeg

Künstlicher Uterus: Die Muttermaschine

In Zukunft könnten wir Embryonen in der Petrischale erzeugen, und dieses Leben könnte in einem künstlichen Uterus weiterwachsen. Was nach extremem Szenario klingt, wäre technisch wohl bald möglich – aber wollen wir das überhaupt? (www.derstandart.at)

4. März 2019

images.jpeg

Familienforschung: Verstoss gegen Datenschutzgesetze

DNA-Familienforschung wird immer beliebter – obwohl Testanbieter vielfach gegen Datenschutzrichtlinien verstossen. Das aktuelle Rechtsgutachten vom Datenschutzexperten Thilo Weichert geht dieser Problematik nach.

 

Meldungen | Februar 2019

26. Februar 2019

Unknown.jpeg

Glyphosat: Zweiter Prozess gegen Monsanto beginnt

Am Montag hat am Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien der zweite Prozess gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen ihres Unkrautvernichtungsmittels Roundup begonnen.Die Zahl potenzieller Kläger ist gross: In Amerika, das für seine hohen Schadenersatzurteile berüchtigt ist, gibt es bereits 9300 Klagen, davon sind allein am Bundesbezirksgericht in San Francisco mehr als 760 Fälle pendent. (www.spiegel.de)

25. Februar 2019

Unknown-1.jpeg

Roche setzt auf teure Gentherapien

Der Basler Pharmakonzern Roche kauft für 4,3 Mrd. Dollar die US-Biotechfirma Spark und bringt sich damit bei Gentherapien prominent in Position. Das Unternehmen muss sich damit auf heisse Diskussionen über sehr hohe Preise der neuartigen Therapien gefasst machen. (www.nzz.ch)

20. Februar 2019

kymriah picture alliance AP Photo-4000x2247-637x358.jpg
Bild: Deutsche Apotheker Zeitung 

Pharma will horrende Summen für Gen- und Zelltherapeutika

Auch in der Schweiz wird das Gesundheits-system durch exhorbitant hohe Forderungen der Pharma für neuartige Krebstherapien extrem belastet. Die Kosten für Medikamen-tenausgaben steigen rasant. Novartis will für die Zelltherapie Kymriah rund 370.000 Fr. für eine einmalige Verabreichung verlangen. Noch sind die Risiken und Fehlschläge der Therapie nicht abzusehen, trotzdem werden die Präparate mit Heilsversprechungen ver-marktet. Auf der Gewinnerseite steht bisher nur die Pharmaindustrie. (nzz.ch)

19. Februar 2019

kohl spieß groß (kleiner).png.jpeg

Aufruf zu Protestaktion beim Europäischen Patentamt

Über 20 Organisationen rufen zu einer gemeinsamen Protestaktion am Europäischen Patentamt (EPA) am 27. März in München auf. An diesem Tag trifft sich der Verwaltungsrat des EPA, in dem die 38 Vertragsstaaten vertreten sind. Auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. (www.no-patents-on-seeds.org)

18. Februar 2019

images.jpeg

Neue Studie: Glyphosat erhöht Krebsrisiko

Eine in Mutation Research veröffentlichte Studie sieht einen «zwingenden Zusammen-hang» zwischen der Nutzung des Herbizids und der Erkrankung an Lymphgewebe-krebs.Die Autoren der Untersuchung sprechen von einem um 41 Prozent erhöhten Risiko bei Menschen, die größeren Konzentrationen ausgesetzt sind, am sogenannten Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken.(Telepolis)

13. Februar 2019

Samenfest2018.jpg

HINGEHEN, SCHAUEN, TAUSCHEN: SamenSonntag Basel 2019

Auch in diesem Jahr können Interessierte in Basel Saatgut tauschen, Wissen teilen, Perspektiven bauen und sich zusammen tun. Der beliebte Basler SamenSonntag findet am 17. Feburar 2019, in Halle 8 Gundeldingerfeld (launchlabs), Dornacherstrasse 192 in 4053 Basel, satt. 

Zur Einstimmung gibt es bereits am 16. Februar um 21 h im Neuen Kino in der Klybeckstrasse 247 in Basel den Dokumentarfilm "Das Wunder von Mals" zu sehen. Ein gelungener Film über ein Südtiroler Dorf, das sich gegen den massiven Pestizideinsatz auf den Apfelplantagen einsetzt. biorespect engagiert sich für den Malser Widerstand

> Programm SamenSonntag

> Neues Kino Basel

12. Februar 2019

Unknown.jpeg

Genschere schneidet nicht unsichtbar

Mit Gen-Scheren wie CRISPR/Cas9 veränder-tes Erbgut lässt sich nachweisen, ist der französische Wissenschaftler Yves Bertheau überzeugt. Die Methoden dafür seien aber noch nicht ausgereift, kritisieren staatliche Laborexperten. Im Entwurf eines Berichts an die EU warnen sie, dass mit neuer Gentechnik hergestellte Produkte unerkannt auf den europäischen Markt kommen können. (www.keine-gentechnik.de)