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Meldungen | September 2019

20. September 2019

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D: Trisomie-Test wird Kassenleistung

Bluttests auf das Down-Syndrom und andere Trisomie-Formen sind seit 2012 auf dem Markt. Kosten für die Schwangeren: zwischen 130 und 540 Euro, je nach Anbieter. Künftig können die Kosten für Trisomie-Tests auch in Deutschland von den Krankenkassen getragen werden - allerdings angeblich eher im Ausnahmefall. (www.tagesschau.de)

19. September 2019

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Gene Drive: Gentechnisch manipulierte Mücken erstmals in Burkina Faso freigesetzt

Bereits im Juli wurden in einem Dorf in Burkina Faso ungefähr 5000 männliche, sterile  Moskitos freigelassen. Die Mücken sollen die Populationsdichte der Malaria übertragenden Mücken verringern. Im Labor hat sich die Wirksamkeit bestätigt. Allerdings bei Versuchen in Käfigen. Ob sich dies auch im Freiland bestätigt, ist zweifelhaft. Das Risiko ungewollter Ereignisse durch die Freilassung ist gross. Deshalb gibt es auch Kritik von Aktivisten aus der Region. (www.nzz.ch)

13. September 2019

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Brasilien: GV-Mücken entdeckt

Das Biotec-Unternehmen Oxitec hatte schon vor der Zika-Epidemie vor einigen Jahren  im Norden von Brasilien Mückenmännchen gentechnisch verändert und wieder ausgesetzt. Eine Studie belegt nun, dass sich noch immer  Spuren von den Gen-Mücken finden - einige haben offenbar überlebt.(www.spiegel.de)

9. September 2019

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Gentech-Anbau weltweit stagniert

2018 wurden auf 191,7 Millionen Hektar gentech-nisch veränderte Pflanzen angebaut. Damit wuchs die Fläche nur noch um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Internationale Service für die Nutzung von Gentechnik in der Landwirtschaft (ISAAA) mit. Verglichen mit 2016 zeigt sich, dass in mehreren Staaten wie Australien, Pakistan und den Philippinen die Anbauflächen leicht zurückgingen. In den USA wurde 2018 deutlich weniger Gentech-Mais angebaut als zwei Jahre zuvor, während Soja und Baumwolle zulegten. (www.keine-gentechnik.de)

6. September 2019

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D: Glyphosat-Verbot geplant

Das umstrittene Unkrautgift Glyphosat soll in Deutschland auf Ende 2023 verboten werden. Dann läuft vorrausichtlich auch die Genehmigung in der EU inklusive Übergangsfrist aus. Dies wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett in Berlin beschlos-sen. Bereits ab 2020 soll demnach die Anwendung deutlich eingeschränkt werden. Geplant ist unter anderem, die Verwendung für Haus- und Klein-gärten und öffentliche Flächen wie Parks zu unter-sagen. Außerdem soll es Einschränkungen für Bauern geben, darunter ein Anwendungsverbot vor der Ernte. Das soll etwa drei Viertel der in Deutsch-land eingesetzten Glyphosatmenge vermeiden.(www.spiegel.de)

3. September 2019

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Mini-Gehirne im Labor

Im Labor haben Forscher aus Stammzellen winzige Gehirne entwickelt, an denen elektrische Impulse gemessen wurden. Diese Hirnströme ähnelten denen von frühgeborenen Kindern, schreiben die Forscher um Alysson Muotri von der University of California in San Diego (Kalifornien, USA) im Fachmagazin «Cell Stem Cell». Andere Wissenschaftler sehen die Daten kritisch. Muotri und Kollegen sind sich bewusst, dass ihre Forschung auch gesellschaftliche und ethische Fragen aufwirft. (www.spiegel.de)

 

Meldungen | August 2019

29. August 2019

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 Bild: faz.net

DNA-Analyse soll für Ermittlungszwecke ausgeweitet werden

Die Möglichkeit zur Phänotypisierung soll der kriminalistischen Tätersuche auf die Sprünge helfen. Neu sollen aus einer DNA Probe das Aussehen, die Herkunft und das Alter bestimmt werden. Das Verfahren ist fehleranfällig und die Aussagekraft umstritten. Trotzdem will der Bundesrat mit der Revision des DNA-Profilgesetzes das Verfahren zulassen. Die Vernehmlassung ist eröffnet. Auch über Verwandte soll künftig eine Spurenabgleichung möglich sein. Eine problematische Ausweitung, denn mittels DNA können nur Wahrscheinlichkeiten ausgesagt werden. Es bestehen auch datenschutzrechtliche Bedenken. biorespect wird sich an der Vernehmlassung beteiligen. 

> Unterlagen zur Revision

19. August 2019

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Gel für Geschlechterselektion?

Japanische Forscher um Masayuki Shimada fanden heraus, wie sich Spermien mit dem X-Chromosom verlangsamen lassen – Bioethiker warnen vor möglichen Folgen: Man könnte etwa ein Gel ent-wickeln, das dafür sorgt, dass Spermien mit dem X-Chromosom auf der Reise zur Eizelle bereits in der Vagina auf der Strecke bleiben. Dieses Problem ist auch den Forschenden bewusst: Die Geschlechter-wahl sei durch die neue Technik viel einfacher – eben auch beim Menschen. (www.derstandard.at)

14. August 2019

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(Bild wiwo.de)

Crispr-Methode weiterentwickelt

Die ETH Zürich kündigt eine «revolutionäre» Weiterentwicklung der Genveränderung mittels sog. Genscheren an. Einem Team ist es gelungen, ein neues Werkzeug zu entwickeln, mit dem nun die «Träume aller Biotechnologen» umgesetzt werden könnten. Nicht mehr Crispr/Cas9 sondern Crispr/Cas12a soll in Zukunft angewandt werden. Anstatt Gen für Gen zu verändern, können laut ETH nun ganze Gennetzwerke, also Dutzende bis hunderte von Genen in einem einzelnen Schritt manipuliert werden. Ein riesiges Potenzial - so sehen es die Wissenschaftler. Eine kritische Entwicklung - so sieht es biorespect. (ETH-News)

8. August 2019

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(Bild: spektrum.de)

DNA-Profil-Gesetz soll verschärft werden

Das DNA-Profil-Gesetz aus dem Jahr 2003 soll überarbeitet und dabei verschärft werden. Mit der Vorlage des Bundesrates wird gleich nach der Sommerpause gerechnet. Die Polizei soll DNA-Analysen breit anwenden können. Gezielt soll dann nach körperlichen Merkmalen, wie Haar- und Augenfarbe oder Herkunft gefahndet werden können. Auch DNA-Profile von Familienangehörigen mutmasslicher Täter sollen zur Fahndung genutzt werden können. Damit wird der Datenschutz ausgehebelt, das Rechtsprinzip einer Aussageverweigerung auf den Kopf gestellt und dass die sog. Phänotypanalyse fehleranfällig und nicht ausgereift ist, bleibt aussen vor. biorespect bleibt dran. 

> NZZ vom 7.8.19

5. August 2019

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Bayer verkauft weniger GV-Saatgut

Die Bayertochter Monsanto hat im 1. Halbjahr 2019 deutlich weniger gentechnisch verändertes Soja- und Maissaatgut verkauft als in der ersten Hälfte 2018. Das ergibt sich aus dem Halbjahresbericht des Bayerkonzerns, der letzte Woche vorgelegt wurde. Auch Pflanzengifte des Konzerns wie das glyphosathaltige Roundup fanden weniger Abneh-mer. Bayer führt das vor allem aufs Wetter und auf Handelskonflikte zurück. (www.keine-gentechnik.de)

 

Meldungen | Juli 2019

31. Juli 2019

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Japan erlaubt Chimären

Ein Japaner darf als erster Forscher weltweit Mensch-Tier-Chimären erzeugen und bis zur Geburt wachsen lassen. Tokio erlaubt und fördert ein entsprechendes Projekt, berichtet unter anderem die Nachrichtenseite des Fachjournals Nature. Die Tier-Embryonen sollen mit menschlichen Zellen bestückt und einem Muttertier eingepflanzt werden, das sie zur Welt bringt. Zunächst will die Forschergruppe um Hiromitsu Nakauchi von der University of Tokyo und der Stanford University in Kalifornien das Verfahren an Mäusen und Ratten testen. (www.spiegel.de)

19. Juli 2019

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D: Immer mehr Gemeinden verbieten Glyphosat

Viele deutsche Städte verzichten schon seit Jahren auf Glyphosat zur Unkrautvernichtung auf ihren Grünflächen. Anders sah es lange bei den von Kommunen verpachteten und landwirtschaftlich genutzten Flächen aus. Aber das ändert sich: Immer mehr Städte und Gemeinden nehmen das Verbot auch in ihre Verträge mit Landwirten auf, die stadteigene Äcker bewirtschaften. Sie zwingen die Pächter dadurch, Alternativen zu verwenden. (www.spiegel.de)

12. Juli 2019

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US-Kastanie mit Weizen-Erbgut

Ein Pilz hat die amerikanische Kastanie nahezu ausgerottet. Nun sollen gentechnisch veränderte und dadurch resistente Kastanien die Art wiederbeleben. Doch der Widerstand gegen eine Freisetzung wächst. (www.keine-gentechnik.de)

10. Juli 2019

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Genmanipulierte Bienen

Bienen - und andere gefährdete Arten - sollen mittels der Gen-Schere Crispr resistent gegen Pestizide gemacht werden. Anstatt die natürliche Population zu schützen und für eine Intakte Umwelt zu sorgen, sieht die Forschung zunehmend die gentechnische Manipulation als Ausweg gegen das Artensterben an. Ein Irrweg. Weitere Infos: Testbiotech.

9. Juli 2019

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Veranstaltung NEK: Personalisierte Medizin

Am Donnerstag, 7. November 2019 findet in St. Gallen von 18 bis 19.30 Uhr die  Veranstaltung «Personalisierte Medizin – Herausforderung für Solidarität und soziale Gerechtigkeit» der Nationalen Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei. (Veranstaltungsprogramm)

3. Juli 2019

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Bild: Utopia.de

Österreich verbietet Glyphosat - Schweizer Bahn prüft noch

Der österreichische Nationalrat hat mehrheitlich für ein Verbot des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat gestimmt. Unabhängig davon, ob das nationale Verbot sich mit EU-Recht vereinbaren lässt, geht von dem Entscheid Signalwirkung aus. Auch in der Schweiz besteht dringend Handlungsbedarf. Nach dem Verbot einiger giftiger Pestizide, darf der Bund vor dem besonders umstrittenen Glyphosat nicht halt machen. Ein Verbot ist angesagt. (www.spiegel-online.de) Die SBB will sich bis 2025 vom Gift an den Gleisen verabschieden (aargauerzeitung.ch)

1. Juli 2019

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Bund will schädliche Pestizide verbieten

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat alle zwölf Bewilligungen für Pestizide mit den Wirkstoffen Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl widerrufen. Schweizer Umweltverbände fordern nun, dass weitere besonders problematische Pestizide aus dem Verkehr gezogen werden. (www.tagblatt.ch)